Bildungs-Umfrage bestätigt Volksbegehren-Forderungen

43,3 Prozent der Befragten machen sich "große Sorgen" um Bildungsqualität, Mehrheit für Ganztags- und Gesamtschule.

Wien (OTS) - Bei der Pressekonferenz des "Volksbegehren Bildungsinitiative" heute, Montag, wurden die Ergebnisse der Bildungs-Umfrage präsentiert, die in Zusammenarbeit mit euroSEARCH Dialog im Juni durchgeführt wurde. Die von Reinhold Henke, Managing Partner von euroSEARCH, präsentierten Zahlen, bestätigen die Forderungen des "Volksbegehren Bildungsinitiative" deutlich. "Alleine der Umstand, dass sich 43,4 Prozent der Befragten "große Sorgen" um die Bildung und damit zusammenhängend um die Zukunft ihrer Kinder machen, zeigt uns wie groß der Handlungsbedarf ist", so Henke, der für die Durchführung der Umfrage verantwortlich war.

Große Zustimmung fand die Frage nach flächendeckendem Angebot von Ganztagsschulen. "Wenn 51,3 Prozent der Befragten diesen Ausbau als "absolut wichtig" und weitere 23,9 ihn als "schon wichtig" bezeichnen, spricht das eine sehr deutliche Sprache", so Henke zum Ergebnis. Mit dem Verweis auf den Großteil der anderen europäischen Länder, in denen Ganztagsschulen längst die Regel sind, betont auch Hannes Androsch, Initiator des "Volksbegehren Bildungsinitiative" die Priorität dieser Forderung des Volksbegehrens. Auch in Bezug auf die gemeinsame Schule der 10-14 Jährigen zeichnet sich eine starke Zustimmung ab, mit 53 Prozent wünscht sich mehr als die Hälfte der Befragten die rasche Umsetzung dieser.

Offensichtlich wurde durch die Umfrage auch, dass in Österreich ein äußerst starker Wunsch nach einem "fairen Bildungssystem" existiert, 76,5 Prozent gaben das als wichtiges Ziel an. "Hier wird deutlich, dass nur ein Viertel der ÖsterreicherInnen der Meinung ist, dass unser heutiges Schulsystem tatsächlich sozial gerecht wäre - das ist bezeichnend und traurig", erklärt Androsch. Weiters enorm hohe Zustimmung fand die Forderung danach, SchülerInnen frühestmöglich in ihren Talenten zu fördern und sie bei Schwächen zu unterstützen -78,1 Prozent waren dieser Meinung.

"Diese Umfrage bestätigt alle zentralen Forderungspunkte des Volksbegehrens. Jetzt ist es an der Zeit zu handeln. Ich appelliere an alle, denen die Bildung in diesem Land ein Anliegen ist: Machen Sie sich nicht nur Sorgen, sondern setzen aktiv ein Zeichen und nützen sie die noch verbleibenden Tage, um das Volksbegehren zu unterstützen!" fordert Hannes Androsch zum Unterschreiben auf.

Bis Freitag den 1. Juli können auf den Gemeindeämtern und Magistratischen Bezirksämtern noch Unterstützungserklärungen abgegeben werden. Diese Unterstützungserklärungen sind für die Einreichung des Volksbegehrens beim Innenministerium notwendig und zählen bereits zum Gesamtergebnis! Die tatsächliche Eintragungswoche für das Volksbegehren legt das Innenministerium nach Einreichung der Unterstützungserklärungen fest. Nach den gesetzlichen Bestimmungen wird diese Woche frühestens Ende September und spätestens Ende Jänner stattfinden.

Die kompletten Ergebnisse der Umfrage sind unter www.nichtsitzenbleiben.at zu finden.

Die Statements können von MedienvertreterInnen auch unter www.o-ton.at im Originalton heruntergeladen werden.

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