Mitterlehner mit neuer Initiative für bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wirtschafts- und Familienminister bei Enquete: Thema aktueller denn je - Unternehmen müssen Familien Angebote machen - Mit Strategiegruppe und Roadshow zu systematischer Umsetzung

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner unterstrich heute bei der Eröffnung der vom Familienministerium veranstalteten Enquete "Kinderbetreuungsgeld & Co - Vereinbarkeit in Österreich" die Bedeutung dieses Themas sowohl für Österreichs Familien als auch für die Unternehmen. "Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist heute aktueller denn je zuvor. Die Parameter des Wirtschaftens haben sich grundlegend geändert. Studien zeigen, dass sich Familienfreundlichkeit auch betriebswirtschaftlich lohnt: Die Motivation steigt, die Krankenstände gehen zurück und die Rückkehrquote aus der Karenz verbessert sich", sagte Mitterlehner.

Für die Unternehmen sei Familienfreundlichkeit auch im eigenen Interesse von Bedeutung. "Lange herrschte die Meinung vor, die Familie sei für die Wirtschaft da, als Konsumenten und als Arbeitskräfte. Jetzt ist es umgekehrt. Die Unternehmen müssen den Familien Angebote machen. Durch die demografische Entwicklung wegen der gesunkenen Geburtenrate treten immer weniger Jugendliche in das Erwerbsleben ein. 2015 sind es um 10.000 Jugendliche weniger 15jährige als jetzt", so Mitterlehner weiter. Er hob in diesem Zusammenhang die RZB, wo die Enquete stattfand, mit seinem bis 20 Uhr geöffneten Betriebskindergarten und anderen Angeboten als Beispiel gebend hervor.

"Mit den beiden kurzen Varianten des Kinderbetreuungsgeldes haben wir die Vereinbarkeit deutlich ausgebaut. Schon etwa 30 Prozent der Väter bleiben dabei eine Zeit lang bei ihren Kindern. Durch unsere Zuzahlung von jährlich 85 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze und für den Gratiskindergarten in den Gemeinden verbessern wir für die Eltern auch die Wahlfreiheit, wann sie wieder in den Beruf zurückkehren wollen", erläuterte Mitterlehner. Das gelte es, durch zusätzliche Angebote - zum Beispiel durch mehr Plätze bei Tageseltern - weiter zu verbessern.

Das Bewusstsein für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsse weiter gefördert werden. Dazu wurden bei der Enquete europaweite Vergleichszahlen samt Best-Practice-Modellen vorgestellt. Eine neue Strategiegruppe unter Einbeziehung der maßgeblichen Player wird dies in den kommenden Monaten weiter diskutieren. Bei einer Roadshow in den Bundesländern soll vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen gemeinsam mit den Wirtschaftskammern mehr Bewusstsein für das Thema geschaffen werden. Zudem dienen auch die erfolgreichen Auszeichnungen für familienfreundliche Betriebe weiter zur Vorbildwirkung. "Wir müssen über das Punktuelle hinaus hin zu einer systematischen Umsetzung der Angebote kommen. Diese werden den Familien und Frauen dienen, aber auch der Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft insgesamt", so Mitterlehner abschließend.

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