SJÖ ad Reichen-Ranking: Vermögenssteuer trifft wenige, bringt aber viel!

Finanzkrise wurde am Rücken der Lohnabhängigen bewältigt, Reiche kamen ungeschoren davon.

Wien (OTS) - Anlässlich des heute vom Magazin trend veröffentlichten Reichen-Rankings stellt Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, fest: "Wenn allein 3 Familien über ein Vermögen von 45 Milliarden Euro verfügen, zeigt das die gewaltige Schieflage in der Vermögensverteilung auf." Diese Summe entspricht den Gesamteinkommen aller oberösterreichischen und steirischen BürgerInnen. "Es gibt nicht viele Superreiche, aber bereits eine geringfügig höhere Besteuerung ihrer Vermögen würde hohe Erträge bringen", zeigt sich Moitzi einmal mehr überzeugt von der Notwendigkeit einer Vermögenssteuer. Trotz Finanzkrise sind die Vermögen der Superreichen weiter angestiegen - mit 19 MilliardärInnen gibt es in Österreich so viele Schwerreiche wie niemals zuvor.

Unter den Top-Platzierten im Ranking finden sich Glücksspielunternehmer Graf, der oft als FPÖ-Sponsor bezeichnete Unternehmer Prinzhorn, mehrere Konzernchefs und FinanzinvestorInnen, sowie reiche Erben. "Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer und eine höhere Besteuerung der Spitzeneinkommen sind ein Zeichen der Zeit", so Moitzi. Denn ohne Steuereinnahmen sei der Staat handlungsunfähig und könne keine Zukunftsinvestitionen tätigen. Das Argument der Reichen-Lobby ÖVP, eine Reichensteuer würde das "scheue Reh" Kapital vertreiben führe sich angesichts der höheren Vermögensbesteuerung in praktisch allen anderen Ländern ad absurdum. Vielmehr gehe es der ÖVP um das Weitertreiben der Umverteilung von unten nach oben. Als jüngstes Beispiel dafür nennt Moitzi die von Finanzministerin Fekter favorisierte Flat Tax: "Dann würde Österreich endgültig zur Steueroase der Superreichen verkommen."

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