Anschober: Österreich von der Bundesregierung zum beschämenden Schlusslicht beim Solarstrom degradiert

OÖ Energielandesrat: wer Ökostrom politisch klein hält, macht Atomstrom groß - Förderdeckel muss fallen.

Linz (OTS) - Ein aktueller Vergleich des Solarstromanteils am Gesamtstromverbrauch verschiedener europäischer Staaten belegt, dass Österreich aus politischen Gründen beschämendes Schlusslicht ist. Konkret liegt derzeit (Ende 2010) der Anteil der Energiequelle der Zukunft am Gesamtstromverbrauch:
- in Bayern bei 5 Prozent
- in Tschechien bei 3,3 Prozent
- in Deutschland gesamt bei 2 Prozent
- in Italien bei 1,3 Prozent
- in Belgien bei 0,9 Prozent
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- Und in Österreich bei beschämenden 0,14 Prozent Energie-Landesrat Rudi Anschober: "Dieses energiepolitische Armutszeugnis ist das Ergebnis des schlechtesten ÖKOSTROMGESETZES Europas. Der aktuelle Entwurf, der morgen im Wirtschaftsausschuss behandelt wird, ist zwar eine Verbesserung, aber am Grundproblem der Deckelung ändert er jedoch nichts. Die Förderung für PV-Neuanlagen soll in Zukunft bei 3,8 Millionen Euro pro Jahr beschränkt sein. Zum Vergleich: das sind die Kosten eines Kilometer Ortsumfahrung. Bei einer Aufhebung des politisch motivierten Kleinhaltens des Solarstroms durch Deckelung würde sich der Zubau vervielfachen, die Kosten würden bei sparsamen Förderhöhen jedoch in absolut überschaubaren Größen bleiben und zum Gutteil durch Steuermehreinahmen und geringere Ausgaben für Arbeitslosigkeit wieder herein kommen."

Lächerlich gering ist auch das Ausbauziel für Photovoltaik (PV) in Österreich im aktuellen Gesetzentwurf: bis 2020 soll die Gesamtmenge von PV auf 1100 MW gesteigert werden, das wären 1,58 Prozent Anteil am Gesamtstromverbrauch. Der Wirtschaftsminister will also Österreich ein dreifach geringeres Ziel bis 2020 setzen, als Bayern heute schon erreicht hat!

Anschober abschließend: "Die Regierung spricht von Unabhängigkeit von Atomstrom bis 2015 und grünen Jobs. Mit der Deckelung des Zubaus an Ökostrom würde sie jedoch genau das Gegenteil erreichen und Österreich bei den grünen Technologien, der Leitindustrie des 21. Jahrhunderts von der Entwicklung abkoppeln. Ein Wirtschaftsminister darf nicht wirtschafts- und technologiefeindlich und arbeitsplatzzerstörend handeln, er muss endlich die Weichen stellen für ein grünes Wirtschaftswunder auch in Österreich."

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Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag. Rudi LEO, Pressesprecher, Tel: +436648299969, rudi.leo@ooe.gv.at, Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at

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