Neuer Pensionskassengau droht!

FMA-Bericht bestätigt Befürchtungen der Betroffenen und des Seniorenrats

Wien (OTS) - Angesichts der Absenkung des höchstzulässigen Rechenzinses auf 3% für Neuverträge ab 1.7.2011 durch die FMA wollen die Pensionskassen gerne vergessen machen, dass gut 300.000 PK-Berechtigte mit Hochrisikoverträgen lebenslang in den Pensionskassen gefangen sind, deren Betriebspensionsansprüche bis 2003 von ihren Dienstgebern in Pensionskassen ausgelagert wurden. Da die Pensionskassen damals wider besseres Wissen Veranlagungserträge von mehr als 7,5% p.a. auf Dauer versprachen, nützten die Dienstgeber ihren Vorteil, indem sie PK-Verträge mit Rechenzinsen(RZ) bis zu 6,5% abschlossen. Finanzministerium bzw. FMA haben diese Firmensanierung auf Kosten der Betroffenen genehmigt.

Die Opfer dieser Firmenlobbysierung haben bereits bis zu 45% ihrer rechtmäßigen Altersvorsorge verloren und müssen per Ende 2011voraussichtlich neuerlich mit bis zu 7% Pensionskürzungen rechnen.

Das österreichische Pensionskassensystem ist derzeit das schlechteste in Europa. Obwohl der dringende Sanierungsbedarf dieses maroden Systems von den Politikern bereits vor zweieinhalb Jahren endlich zugegeben und eine Reformkommission eingesetzt wurde, hat diese bis heute keine brauchbaren Ergebnisse zustande gebracht.

Eine minimale Förderung, die dem Vernehmen nach für einen Umstieg in niedrigere RZ derzeit vorgesehen ist, kann die Umstiegsverluste von bis zu 40% weiterer Pensions(anspruchs)kürzung in keiner Weise auch nur annähernd ausgleichen. Dieses mutmaßliche Modell ist daher, wie auch der Seniorenrat richtig feststellt, absolut keine Lösung.

Pekabe bedankt sich beim Österreichischen Seniorenrat für sein entschiedenes Eintreten für eine längst überfällige Reform, die diesen Namen auch verdient.

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Günter Braun
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