Altstadterhaltung: Historische Bauten für die Zukunft sichern

Wien (OTS) - Der Wiener Altstadterhaltungsfonds, angesiedelt in
der Kulturabteilung, hat in seiner letzten Sitzung die Unterstützung der Restaurierung von 46 Objekten beschlossen.
"Der Altstadtherhaltungsfonds trägt dazu bei, unser einzigartiges Wiener Stadtbild zu schützen", betonte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.
In der Beatrixgasse wird die Fassade eines viergeschossigen Zinshauses, das nach einem Entwurf von Josef Kornhäusel errichtet wurde, mit Hilfe des Altstadterhaltungsfonds erneuert. Ebenfalls eine Finanzspritze erhält das zweigeschossige Bürgerhaus "Zum goldenen Kegel" aus dem 18. Jahrhundert in der Grundsteingasse für die Restaurierung der Außenfassaden. Neben historischen Baujuwelen werden auch Geschäftsportale, Mosaike, Kaffeehäuser und andere Objekte durch den Wiener Altstadterhaltungsfonds restauriert. Ein Beispiel: Das über sechs Fensterachsen reichende Geschäftsportal aus Holz der Apotheke in der Kettenbrückengasse mit massiven aufklappbaren Fensterläden wird instandgesetzt.

Sakralbauten aller Konfessionen
Ein Großteil der Fördersumme fließt in die Restaurierung von Sakralbauten, zum Beispiel in den Stephansdom für die Instandsetzung des Südturms, die russisch-orthodoxe Kirche im dritten Bezirk für die Generalinstandsetzung und die Pfarrkirche Altlerchenfeld in der Lerchenfelderstraße für die Renovierung der Fassade. Zuwendungen erhalten auch die dem heiligen Leopold geweihte neugotische Pfarrkirche Gersthof am Bischof-Faber-Platz für die Instandsetzung des Turms, die Pfarrkirche St. Brigitta am Brigittaplatz, ein qualitätsvolles Beispiel für die sakrale Architektur des Historismus, für die Außenrestaurierung und die griechisch-orthodoxe Kirche für die Fassadensanierung. Der Kapuzinergruft werden für die Sanierung der Franz-Josephs-Gruft und der Gruftkapelle ebenfalls finanzielle Mittel bereitgestellt.

Altstadterhaltungsfonds: Seit 40 Jahren erfolgreich
Der Wiener Altstadterhaltungsfonds wurde Anfang der 70er Jahre eingerichtet. Seit seinem Bestehen wurde die Restaurierung von mehr als 4.330 Objekte unterstützt. Gefördert werden laut Statuten die "denkmalpflegerischen Mehrkosten", die bei einer fachgetreuen Restaurierung anfallen. Die geförderten Objekte müssen öffentlich zugänglich bzw. öffentlich sichtbar sein.

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Dr. Renate Rapf
Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
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