Fachhochschule: Wirtschaft fordert entschlossene Reform

Konzentration der Standorte sollte dem erstgereihten Vorschlag des IHS folgen, betont WK-Präsident Pacher.

Klagenfurt (OTS) - Für eine entschlossene Reform in der Struktur der Fachhochschule Kärnten sprach sich heute Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher aus. Die ursprünglich dezentrale Organisation der FH an vier Standorten sei zwar aus regionalpolitischen Erwägungen nachvollziehbar, weise jedoch in der Praxis um 400 Euro höhere Kosten pro Studienplatz aus als in anderen Bundesländern. Pacher: "Bei etwa 1800 Studierenden bedeutet das Mehrkosten von 720.000 Euro im Jahr, die die öffentlichen Haushalte des Landes und der Standortgemeinden belasten. Ich halte es dem Steuerzahler gegenüber für nicht vertretbar, an diesem Konzept festzuhalten." Auch das Institut für Höhere Studien habe aus diesem Grund in seiner Untersuchung die Straffung der Standorte angeregt und in seinem erstgereihten Vorschlag die Zusammenlegung auf zwei Standort vorgeschlagen.

Deshalb ist es aus Sicht Pachers nicht ausreichend, nur den FH-Standort Feldkirchen auflassen zu wollen. Auch Spittal müsse in Reformüberlegungen einbezogen werden. "Sonst besteht die Gefahr, das Reformziel zu verfehlen", warnt Pacher. Die FH-Standortgemeinden Klagenfurt und Villach hätten die Möglichkeit, sich mit einem ausgeweiteten Bildungsangebot stärker als bisher positionieren zu können. Pacher: "Eine Reform der FH sollte von der Vernunft und nicht von parteipolitischen Überlegungen geprägt sein. Ich erwarte von der Politik und vom Aufsichtsrat, eine engagierte und zukunftsfähige Entscheidung für die beiden FH-Standorte Klagenfurt und Villach zu treffen, wobei die bisher in Feldkirchen angesiedelten und gut frequentierten Studiengänge nach Klagenfurt übersiedeln und die technischen Angebote in Villach konzentriert werden."

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