Grillitsch: GAP-Reform ist von ausreichender Finanzierung abhängig

ÖVP-Landwirtschaftssprecher weist Forderungen nach Kürzung in der zweiten Säule zurück

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es gilt, die österreichische Position bei der "Gemeinsamen Agrarpolitik" (GAP) zu sichern und die klein strukturierten bäuerlichen Betriebe sowie den ländlichen Raum in Österreich zu erhalten, sagte ÖVP-Landwirtschaftssprecher und Bauernbundpräsident Abg. Fritz Grillitsch heute, Mittwoch, anlässlich der Sitzung des Landwirtschaftsausschusses. Dieser widmet sich am Nachmittag in einer aktuellen Aussprache der GAP. In der künftigen GAP 2013 geht es um ein nachhaltiges Modell mit der besonderen Perspektive, den Menschen Lebensmittelsicherheit und Ernährungssouveränität zu bieten. Die Forderung von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso nach einer Kürzung in der zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik wies Grillitsch zurück. "Jegliche Reform der GAP ist von einer ausreichenden Finanzierung abhängig."

"Man kann unseren Betrieben, die einem immer stärker werdenden globalen Wettbewerb ausgesetzt sind, nicht zusätzliche Auflagen abverlangen und gleichzeitig die Unterstützung reduzieren", so Grillitsch zu den Äußerungen von Barroso. Kürzungen in der zweiten Säule würden zulasten unseres Bergbauern- und Agrarumweltprogramms gehen. Zusätzlich wären Kürzungen im Bereich der Investitionshilfen für Landwirte unumgänglich. "Dieser Vorschlag würde speziell unsere Landwirte für die kommenden Jahre treffen und die Wettbewerbsfähigkeit massiv einschränken." Grillitsch Er hofft, dass sich die EU-Parlamentarier in der Finanzfrage durchsetzen. Das EU-Parlament stellte erst kürzlich bei seiner Plenartagung in Straßburg fest, dass die Mittel für Agrarpolitik gleich bleiben sollten. An Donnerstag wird das Europäische Parlament übrigens den Bericht "über die GAP bis 2020: Nahrungsmittel, natürliche Ressourcen und ländliche Gebiete - die künftigen Herausforderungen" im Plenum abstimmen.

In Österreich formulierten die fünf Parlamentsfraktionen anlässlich der parlamentarischen Enquete zum Thema "Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013 - Chancen und Herausforderungen für Österreich" am 23. Mai 2011 ihre Positionen und Forderungen zur Ausrichtung der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik in Österreich. "Die GAP ist und bleibt ein Schlüsselbereich der Gemeinschaftspolitik und des Gemeinschaftshaushalts." Das bewährte Zusammenspiel der ersten und zweiten Säule soll - ohne Kofinanzierung der 1. Säule - beibehalten werden. "Die Bauern brauchen faire Preise und stabile Rahmenbedingungen", schloss der ÖVP-Landwirtschaftssprecher. (Schluss)

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