Musiol zu Kinderbetreuungsstatistik: Es braucht mehr Plätze und bessere Qualität

Kinderbetreuungsstatistik zeigt dringenden Handlungsbedarf

Wien (OTS) - "Die Zahlen sind ein Armutszeugnis für Österreich", kommentiert Daniela Musiol, die heute veröffentlichte Kinderbetreuungsstatistik. "Die Regierung muss dringend in die Kinderbetreuung investieren." Derzeit haben lediglich 17,1 Prozent der unter Drei-Jährigen einen Betreuungsplatz. Österreich bewegt sich im Schneckentempo und hält die EU-Zielvorgaben nicht ein. "Damit lässt die Regierung tausende Eltern mit ihren Betreuungsproblemen im Regen stehen", kritisiert Musiol. Sie fordert einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten vollendeten Lebensjahr.

Die 15 Millionen Euro, die die Regierung in den Ausbau von Kinderbetreuung jährlich investieren will, sind laut Musiol bei weitem nicht ausreichend. Neben den fehlenden Plätzen müsse, so Musiol, vor allem in die Qualität der Bildungseinrichtung Kindergarten investiert werden. Musiol schlägt vor, die Vergabe der Mittel künftig an Qualitätskriterien zu knüpften. "So können die drängendsten Probleme wie zu kurze Öffnungszeiten, zu viele Schließtage, überfüllte Gruppen und zu wenig PädagogInnen gelöst werden", sagt Musiol.
Um einheitliche Standards und eine angemessene Entlohnung zu gewährleisten, müssen Kindergarten-Pädagoginnen endlich in den Bundesdienst aufgenommen werden, fordert Musiol. "Ansonsten werden sich bald keine PädagogInnen mehr finden, die im Kindergarten arbeiten wollen", betont Musiol.

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