PRO-GE zu Kraft Foods: Jobabbau für Gewinnmaximierung

Gewerkschaft kritisiert Konzernstrategie: Bludenzer Milka-Werk muss 40 MitarbeiterInnen für mehr Gewinn abbauen

Wien (OTS/ÖGB/PRO-GE) - "Kraft Foods ist sehr bedacht auf Nachhaltigkeit. Aber Arbeitsplätze streichen hat sicher nichts mit einer nachhaltigen Unternehmensstrategie zu tun. Schon gar nicht, wenn es nur der Gewinnmaximierung dient", kritisiert Gerhard Riess, Branchensekretär der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), die Ankündigung im Bludenzer Schokoladewerk im kommenden Jahr 40 Arbeitsplätze zu streichen. Der Nahrungsmittel-Konzern wolle eigentlich für "nachhaltiges Wachstum" stehen. "Aber offensichtlich sind damit nicht Arbeitsplätze gemeint. Kostensenkungsprogramm trifft es wohl eher", betont Riess.

Kraft Foods ist weltweit der zweitgrößte Lebensmittelproduzent und größter Anbieter von Süßwaren und Keksen. In Österreich hat Kraft Foods an seinen Standorten in Bludenz (Suchard Schokolade) und Wien (Jacobs Kaffeefabrik) seinen Umsatz 2010 im Vergleich zum Jahr davor um 4,8 Prozent auf mehr als 230 Millionen Euro gesteigert. Seit dem Kauf von Cadbury restrukturiert der multinationale Konzern seine Standorte. Das Schokoladewerk in Bludenz (Vorarlberg) verliert nun zum Beispiel die Produktion der Milka Naps. Dies bedeutet für rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Verlust des Arbeitsplatzes, obwohl Millionen in neue Produktionsanlagen investiert werden. "Es wird zwar von 'strategischer Neuausrichtung' und 'Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit' gesprochen, gemeint sind aber in Wahrheit ein paar Millionen Euro mehr für die Aktionäre in den USA. Das heißt:
Jobabbau für Gewinnmaximierung", sagt Riess. Jetzt gelte es, einen Sozialplan umzusetzen, der nachhaltige Lebensperspektiven für die betroffenen MitarbeiterInnen vorsieht.

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