Verkehrsbeschränkungen müssen Fuhrparkmodernisierung berücksichtigen

Unterstützung für Vorschlag der WK Tirol zur Lockerung bei Tiroler Fahrverboten

Wien (OTS/PWK457) - Beim Tiroler Nachtfahrverbot auf der A12 Inntalautobahn sollte das Fahrverbot für Lkw, die örtliche Verkehre durchführen, gelockert werden. Auf Zuspruch stößt dieser Vorschlag des Präsidenten der Tiroler Wirtschaftskammer, Jürgen Bodenseer, in der heimischen Mobilitätsbranche. Würde das Fahrverbot für Lkw der Klasse EURO 3 in der Nacht aufgehoben und stattdessen etwa ein Tempolimit eingeführt, käme es zu einer Optimierung der Verkehrsströme und damit zu einer Entlastung des Tagesverkehrs um bis zu ein Fünftel, schätzt WKÖ-Bundesspartenobmann Alexander Klacska.

Profitieren würden vor allem Unternehmen mit lokalen Wirtschafts-und Lieferverkehren, unterstützt Klacska Überlegungen, wie eine drohende Mauterhöhung im Unterinntal zur Finanzierung des Brennerbasistunnels - sollte sie nicht verhindert werden - abgefedert werden könnte. Fahrzeuge, die im Mittel lediglich fünf Jahre alt sind, sollten landesweit rund um die Uhr auf allen heimischen Autobahnen und Schnellstraßen fahren können.

Als die ersten Tiroler Fahrverbote wie das Nachtfahrverbot und das Sektorale Fahrverbot auf der A12 im Jahr 2003 erlassen wurden, lieferten diese zweifelsohne noch einen maßgeblichen Grund für Beförderungsunternehmen, ihre Fahrzeugflotten zu erneuern. Überdies gilt für besonders alte Fahrzeugkategorien (EURO 0 bis EURO 2) auf der A12 ein ganzjähriges Fahrverbot rund um die Uhr, so Klacska. Der Spartenobmann weist darauf hin, dass Unternehmen mittlerweile zusätzlich geänderte finanzielle Instrumente bei ihren Planungen stärker beachten müssen.

Mautgebühren sind seit Jahresanfang 2010 für Lkw in Österreich ökologisiert. Weniger umweltfreundliche Fahrzeuge bezahlen hierzulande um 20 Prozent mehr. In Deutschland orientieren sich die Mauttarife bereits seit ihrer Einführung 2005 an der Umweltfreundlichkeit des Fahrzeugs. Die steigenden Treibstoffpreise und Mineralölsteuererhöhungen wie zuletzt am Jahresbeginn 2011 führen überdies dazu, dass Frächter ihren Fuhrpark treibstoffoptimiert einsetzen, so Klacska.

Die verschärfte Abgasgesetzgebung der EU und der Technologiefortschritt bewirkten, dass moderne Lastkraftwagen um 95 Prozent weniger Schadstoffe emittieren als Fahrzeuge der 90er Jahre. Fahrzeuge der nächsten Fahrzeuggeneration EURO 6 werden bereits vorgestellt. Wie die Fuhrparks sollen auch Verkehrsbeschränkungen einem Nachbesserungsbedarf unterliegen, fordert Klacska. (PM)

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