VORARLBERGER NACHRICHTEN, Kommentar: "Ist der ÖVP noch zu helfen?"

Von Johannes Huber

Wien (OTS) - Die ÖVP mit Vizekanzler Michael Spindelegger an der Spitze bekam gestern einiges zu hören: Weiß sie überhaupt, was sie will? Gilt das, was sie heute sagt, vielleicht auch in einer Woche noch?

Zweifel an der einst trittsicheren Partei drängen sich aufgrund des Schlingerkurses zur Oberstufenreform auf: Am Dienstag nach Pfingsten trat ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon als Verhandlungsführer in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) auf, um zu verkünden, dass man künftig auch mit bis zu drei Nichtgenügend aufsteigen könne.

Nach einer Nachdenkpause von exakt einer Woche lässt Spindelegger nun wissen, dass ihm das nicht gefalle: Zurück an den Start sollten die Verhandler daher schreiten.

Die SPÖ wird einen Teufel tun: Sie wird sich vielmehr freuen über die Unbeholfenheit des Koalitionspartners. Man muss sich in der Politik nicht auskennen, um zu sehen, dass die ÖVP wieder einmal eine größere Wählervertreibungsaktion durchgeführt hat: Zuerst brachte sie all jene gegen sich auf, die gegen das Aufsteigen mit drei Fünfen sind; jetzt vergrämt sie diejenigen, die das sehr wohl begrüßen würden.

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