Neues Volksblatt - "Vorverurteilt" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 22. Juni 2011

Linz (OTS) - Er hat immer beteuert, er habe nichts für sich genommen und nur das Beste für den Zivilschutzverband getan, geholfen hat ihm das aber nichts: Als bekannt wurde, dass er als Präsident einen Aufrag des Verbandes an eine seiner Firmen vergeben hat, wurde der Landtagsabgeordnete Anton Hüttmayr gnadenlos durch den Fleischwolf der Vorverurteilung gedreht - und die ÖVP mit ihm. Von einem schwarzen Sittenbild, das Hüttmayr zeichnet, hat eine politische Splittergruppe in einer Aussendung geschrieben; unter anderem.
Jetzt, da vom Rechnungshof die Darstellung des ÖVP-Mandatars bestätigt wurde, dass Leistungen unter den Marktpreisen und teilweise sogar kostenlos erbracht worden seien, dass also von Bereicherung keine Rede sein könne, ist Stille im Wald. Kein Wort der Richtigstellung, kein Wort der Entschuldigung!
Natürlich war die Vorgangsweise bei der Auftragsvergabe nicht korrekt; so etwas macht man anders. Aber es war, wie vom Rechnungshof bestätigt, erstens gut gemeint und zweitens kein Schaden für den Zivilschutzverband, ganz im Gegenteil.
Und wenn es Sitte wird, dass man mit Ehrenamtlichen wegen einer Kleinigkeit so umspringt, ob Politiker oder nicht, dann werden sich künftig viele überlegen, ob sie sich das antun wollen!

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