Binder-Maier/Lueger: Jugendbericht als Grundlage für eine verantwortungsvolle Jugendpolitik

Wien (OTS/SK) - Der Jugendbericht beinhaltet viele Daten und
Fakten zur Lebenssituation von Jugendlichen. Nun gilt es, daraus die richtigen Schlüsse für eine verantwortungsvolle Jugendpolitik zu ziehen. Das betonten SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier und SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Angela Lueger anlässlich der Behandlung des Jugendberichts am Dienstag im Familienausschuss des Nationalrates. "Der Bericht zeigt in vielen Bereichen Problemfelder auf - etwa die zunehmende Verschuldung von jungen Menschen, die Probleme beim Übergang zwischen Ausbildung und Beruf haben oder mangelndes Wissen über die eigene Sexualität. Jugendpolitik ist eine Querschnittsmaterie, von der viele Bereiche betroffen sind. Daher ist es Aufgabe des Jugendministers, die Maßnahmen in diesem Bereich zu bündeln", so die SPÖ-Abgeordneten. ****

Der Jugendbericht behandelt wesentliche Bereiche der Jugendpolitik wie Bildung, Ausbildung, Beruf, Arbeitsmarkt, aber auch Familie, Freunde und Sexualität. Besonders im zuletzt genannten Bereich bestehen immer noch Wissenslücken. "84 Prozent der Jugendlichen wünschen sich mehr aufklärende Information. Dieser Wunsch muss als Anregung an die Politik verstanden werden, diesem Thema wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken", so Binder-Maier. Auch beim Thema Verschuldung müsse Aufklärungsarbeit geleistet werden, betonte die SPÖ-Abgeordnete weiter. "Die erste Kontoüberziehung findet bei der Mehrheit der jungen Verschuldeten zwischen 16 und 18 Jahren statt."

Dem Bereich Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt widmete sich die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Angela Lueger. "10,9 Prozent der 18 bis 24-Jährigen und 13 Prozent der 25 bis 34-Jährigen haben keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Abschluss", erläuterte Lueger und führte aus, dass ein früher Schulabbruch mit einem deutlich erhöhten Arbeitslosigkeitsrisiko verbunden sei. Lueger betonte weiters: "Gerade am Arbeitsmarkt gibt es spezifische Problemlagen von Jugendlichen. Hier gilt es, den Übergang zwischen Bildung, Ausbildung und Berufsleben für junge Menschen zu erleichtern." Ein besonderes Anliegen sei ihr auch das Monitoring der Kinderrechte, die erst Anfang des Jahres in der Verfassung verankert wurden. "Die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung war ein wichtiger Schritt, jetzt gilt es, an dem Thema dranzubleiben und die Umsetzung zu verfolgen", so Lueger.

Besonderes Augenmerk müsse auch dem Thema Armutsgefährdung gewidmet werden, strichen beide SPÖ-Abgeordneten hervor. Immerhin seien 13 Prozent der jungen Menschen von Armut bedroht, wobei aus geschlechtsspezifischer Sicht Mädchen und junge Frauen mit 15 Prozent Armutsgefährdung gegenüber 11 Prozent bei Burschen und jungen Männern ein höheres Risiko tragen. "Es ist unsere Aufgabe, jungen Menschen einen guten Start in unsere Gesellschaft zu ermöglichen. Der Jugendbericht zeigt auf, in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf gegeben ist", so die SPÖ-Abgeordneten abschließend. (Schluss) sc/sas/mp

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