AK-Fachtagung zu Alten- und Pflegeberufen: Passen die Ausbildungsformen noch?

Linz (OTS) - Berufe in der Altenarbeit sind Zukunftsberufe. Aber gesellschaftliche Veränderungen sind auch in der beruflichen Praxis spürbar. Damit beschäftigt sich morgen, Mittwoch, eine Fachtagung in der AK Linz. "Angesichts der neuen Herausforderungen, mit denen die Beschäftigten in der Betreuung und Pflege konfrontiert werden, stellt sich die Frage, ob die derzeitigen Ausbildungsformen und -schwerpunkte in der Altenarbeit noch passen", so der designierte AK-Direktor Dr. Josef Moser.

Über 425.000 Menschen brauchen in Österreich derzeit ständig Pflege. Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal wird weiter zunehmen.

Eine qualitätsvolle Arbeit in diesem Bereich braucht auch in Zukunft eine fundierte, der Realität gerecht werdende Ausbildung. In der beruflichen Praxis ist aber oft festzustellen, dass zwischen schulisch-theoretischer Ausbildung und praktischer Anwendung Lücken bestehen. Über die sich wandelnden Rahmenbedingungen und eine zukunftsfähige Qualifizierung der Fachkräfte in der Altenarbeit diskutieren morgen über 100 Experten/-innen im Rahmen einer Tagung in der Arbeiterkammer Oberösterreich. Es sollen aber auch Lösungsansätze entwickelt werden.

Um konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Ausbildung in der Altenarbeit machen zu können, hat die Arbeiterkammer im Frühjahr bei der Universität Linz auch eine Studie in Auftrag gegeben:
"Überprüfung der Passung von schulisch-theoretischer Ausbildung und beruflicher Praxis in der Altenbetreuung und -pflege in OÖ." Die Ergebnisse werden für Ende 2011 erwartet.

Das Sozialministerium rechnet damit, dass schon in den nächsten zehn Jahren österreichweit rund 13.000 zusätzliche Beschäftigte auf Vollzeitbasis für die stationäre bzw. mobile Betreuung und Pflege gewonnen und ausgebildet werden müssen. AK-Direktor Dr. Josef Moser:
"Gleichzeitig muss aber auch alles getan werden, dass jene, die bereits in der Pflege beschäftigt sind, gesund, gut ausgebildet und motiviert bis zur Erreichung des Pensionsalters in ihrem Berufsfeld arbeiten können."

Betreuung und Pflege von älteren Menschen zählen aufgrund der demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen zu den wichtigsten Zukunftsthemen. Die zu erwartenden Veränderungen in den Bevölkerungsstrukturen sind hinlänglich bekannt: einerseits nimmt der Anteil der älteren Bevölkerung zu, andererseits verändert sich die Altersstruktur der im Erwerb stehenden Personen - auch die Beschäftigten in diesem Sektor werden älter. Zudem verändern sich berufliche Anforderungen in der Altenarbeit durch geänderte Krankheitsbilder und den daraus resultierenden Bedarf an Betreuung.

Veranstalter/-innen der Pflegetagung 2011 sind die Arbeiterkammer Oberösterreich, die Universität Linz (Abteilung für Pädagogik und Pädagogische Psychologie) und die Fachhochschule Oberösterreich (Fakultät für Gesundheit und Soziales). Kooperationspartner/-innen sind die ARGE Alten- und Pflegeheime OÖ., die Landesarbeitsgemeinschaft für Freie Wohlfahrt OÖ., die Abteilung Soziales des Landes OÖ. sowie Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl.

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