AKNÖ hat für Mitglieder 10,6 Mio Euro Steuergutschrift vom Finanzamt zurückgeholt

Haneder: "Absetzbeträge würden kleinere Einkommen entlasten"

Wien (OTS) - Die NÖ Arbeiterkammer hat ihre Mitglieder vom 7. März bis 4. Juni 2011 beim Steuerausgleich unterstützt. Das Rekordergebnis: 10,6 Millionen Euro Gutschriften vom Finanzamt.

Die AKNÖ hat ein neues Rekordergebnis zu verkünden: "10,6 Millionen Euro haben unsere Mitglieder vom Finanzamt zurück erhalten. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung um stolze 1,4 Millionen Euro", zeigt sich AKNÖ-Präsident Hermann Haneder zufrieden. Er animiert die Menschen, solange es keinen automatischen Steuerausgleich gibt, sich ihr Geld auch in Zukunft zurückzuholen: "Die Beschäftigten der unteren Einkommensklassen zahlen häufig zu viel Lohnsteuer. Dieses Geld liegt beim Finanzminister. Die einzige Möglichkeit, es wieder zu holen, ist der Steuerausgleich."

Spitzenreiter: Hausbau, Pendlerpauschale und Kinderfreibeträge

13.112 AKNÖ-Mitglieder haben ihren Steuerausgleich mit Hilfe der AKNÖ gemacht, einige von ihnen rückwirkend für fünf Jahre. Deshalb verbergen sich hinter den 10,6 Millionen Euro Steuergutschrift auch 18.768 einzelne Steuererklärungen. Im Schnitt ergibt das eine Gutschrift in Höhe von rund 800 Euro pro Mitglied. "Kosten für Hausbau und Wohnung, Pendlerpauschale, andere Werbungskosten sowie Kinderfreibeträge und Kinderbetreuungskosten wurden am häufigsten abgesetzt", erklärt AKNÖ-Steuerexpertin Elisabeth Holub.

Freibeträge nützen nur den Besserverdienern, AK will Absetzbeträge

Zwar können Fahrtkosten zum Arbeitsplatz oder die Kosten für Kinderbetreuung von der Steuer abgesetzt werden - allerdings nur in Form von Freibeträgen. "Wir brauchen ein Modell mit steuerlichen Absetzbeträgen statt Freibeträgen." Denn, die derzeitigen Freibeträge bevorzugen die Besserverdiener. "2.000 Euro Hortkosten ergeben bei einem Besserverdiener 864 Euro Steuergutschrift. Eine wenig verdienende Alleinerzieherin, die teilzeitbeschäftigt ist und keine Lohnsteuer bezahlt, bekommt Null. Das ist ungerecht, denn die Kosten sind ja sowohl für Besserverdiener als auch für weniger gut Verdienende gleich hoch", so Haneder. Die AKNÖ fordert daher mehr steuerliche Absetzbeträge, auch mit Negativsteuerwirkung, die niedrigere Einkommen entlasten.

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