FP-Seidl/Ebinger: Spitalskonzept ist ein einziger Murks

Verunsicherung bei Ärzten, Pflegepersonal und Patienten steigt weiter

Wien (OTS/fpd) - Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV)
entwickelt sich immer mehr zur Großbaustelle, wie die jüngsten Ereignisse zeigen. Vor allem im AKH gibt es offensichtlich eine Reihe von Problemfeldern, wie etwa die Hebammen-Misere, die Schließung der Kinderambulanz in den Nachtstunden oder die Schließung von Teilen der Intensivstation. Aber auch im SMZ-Ost und anderen KAV-Spitälern wird über Gangbetten oder die Belegung von Spitalszimmern mit Männern und Frauen berichtet. Diese für alle Beteiligten unerträglichen Zustände sind sofort abzustellen. Hier ist die zuständige Stadträtin gefordert, so die beiden FPÖ-Wien Landtagsabgeordneten Mag. Gerald Ebinger, Gesundheitssprecher sowie Wolfgang Seidl, Mitglied im Gesundheitsausschuss.

Die Schließung einiger wichtiger KAV-Spitäler - wie dem Kaiserin-Elisabethspital - und der geplante und immer noch nicht begonnene Bau des SMZ-Nord sind ein Teil des sogenannten Spitalsplans 2030 von Frau Stadträtin Wehsely. Bei diesem geplanten Abbau von Akutbetten wurde offensichtlich auf die Ambulanzversorgung vergessen. So wird die ohnehin überlaufene Notfallambulanz des Wiener AKH weder baulich noch strukturell, allen voran personell, nicht ausgebaut. An eine verbesserte Information von Ärztinnen/Ärzten und Patientinnen/Patienten sowie eine verbesserte Koordination der KAV-Spitäler ist ebenfalls nicht gedacht, so Ebinger.

Aber auch Maulkorberlässe, Rede- und Fotografieverbot sowie massive Unterdrückung des Personals haben in letzter Zeit immer öfter zu Krankenständen unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt. Von Seiten der Stadt Wien und den politisch Verantwortlichen als auch dem Generaldirektor des KAV kommen undifferenzierte Aussagen und Beruhigungsversuche. Konkrete Konzepte gibt es offensichtlich nicht. Die Verunsicherung bei Ärzten, Pflegepersonal und Patienten steigt und die Stadt Wien schweigt dazu, kritisiert Seidl.

Dem Wiener Gesundheitswesen fehlt es offensichtlich an klaren Konzepten und Planungen oder auch am Willen zu Veränderungen zum Wohle von Patienten, Pflegepersonal und Ärzten. Wenn Wehsely auf die Rechnungshofkritik, dass es zu viele Akutbetten und zu wenige Pflegebetten gibt, die in Wien ein Einsparungspotential von 21 Millionen Euro ergeben würden, lediglich mit der lapidaren Mitteilung reagiert, dass der Ausbau von Pflegebetten in den Planungen der nächsten Jahre berücksichtigt werde, ist das zu wenig, so Ebinger.

Die derzeitigen Probleme im KAV werden sich jedenfalls nicht mit Hinweis auf das zukünftige Krankenhaus-Nord lösen lassen und schon gar nicht mit etwaigen Spitalsschließungen, zeigen sich Seidl und Ebinger abschließend überzeugt. (Schluss)paw

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