Csörgits zu Pensionen: Bundesbeitrag zu Pensionen auch in 20 Jahren noch leistbar

Beitragsanstieg moderat - Auch sinkende Anzahl der Beamten bei Pensionsberechnung berücksichtigen

Wien (OTS/SK) - Die Bundesbeiträge zu den Pensionen werden auch 2030 und später noch leistbar sein. Das stellt SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst klar. Ulrich Schuh, Pensionsexperte des IHS, sagte heute im Ö1-Morgenjournal, dass sich der Bundeszuschuss in den nächsten 20 bis 40 Jahren von derzeit neun auf 18 Milliarden Euro verdoppeln werde. "Es stimmt zwar, dass der Bundeszuschuss steigen wird. Herr Schuh hat in seiner Berechnung aber nicht berücksichtigt, dass gleichzeitig auch das BIP ansteigen wird, daher werden die Zuschüsse weiterhin leistbar sein", erklärte Csörgits. "Das Jonglieren mit unvollständigen Berechnungen dient nur dazu, unser staatliches Pensionssystem schlechtzumachen - dabei hat sich in der Krise wieder gezeigt, dass es das einzig sichere ist", betont die Abgeordnete. ****

Derzeit werden drei Prozent des BIP für den Bundesbeitrag zu den Pensionen aufgewendet, 2030 werden es laut Pensionskommission, die sich des Themas regelmäßig annimmt, 4,8 Prozent sein. "Nach Herrn Schuhs Berechnungen müssten es sechs Prozent sein, was nicht korrekt ist. Und selbst, wenn es bei den derzeitigen drei Prozent des BIP bliebe, würden die Bundesbeiträge schon allein aufgrund des höheren BIP ansteigen", unterstreicht die SPÖ-Sozialsprecherin.

Gleichzeitig müsse auch die sinkende Anzahl der Beamten - und damit die sinkende Anzahl der Beamtenpensionen - berücksichtigt werden. "Dadurch, dass der Aufwand bei den Pflichtversicherten steigt, aber für die Beamten sinkt, steigt er insgesamt nicht so stark. Daher geben jene Rechnungen, in denen nur die Pflichtversicherten einbezogen werden, nicht aber die Beamten, ein falsches Bild ab", erklärt Csörgits, die auf den Wegfall der Pragmatisierungen hinweist. Die SPÖ-Sozialsprecherin fasst zusammen: "Die Gesamtaufwendungen für die Pensionen vom Bund werden zwar mehr, aber in deutlich geringerem Ausmaß als Herr Schuh ankündigt." (Schluss) bj

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