Zukunftsfähige Energie für alle

Eröffnung des Wiener Energieforums 2011 vom 21. bis 23. Juni in der Hofburg.

Wien (OTS) - In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern herrscht Energiearmut. Ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu verlässlichen Energiequellen und -dienstleistungen. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass der Energiebedarf bis 2030 weltweit um 60 Prozent wachsen wird. Woher soll die Energie kommen und wie soll sie aussehen? Darüber diskutieren vom 21. bis 23. Juni 2011 rund 1000 internationale Energie-ExpertInnen, Regierungschefs, MinisterInnen sowie VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen und der Wirtschaft in der Hofburg in Wien. "Alternative Energiekonzepte basierend auf erneuerbaren Energieträgern und Anreize zur intelligenten, effizienten und vernünftigen Energienutzung sind klare Hoffnungsträger, wenn man den steigenden Energiebedarf in China, Indien, der Küste Westafrikas und Ostafrikas im Blick hat", erläuterte Außenminister Michael Spindelegger im Rahmen eines Empfangs zum Konferenzauftakt.

Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten, Johannes Kyrle, betonte im Rahmen seines Eröffnungsstatements: "Innovative Lösungen für erneuerbare Energie sind heute mehr denn je gefragt. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) fördert den Einsatz sauberer Technologien in Entwicklungs- und Schwellenländern - für ein besseres Weltklima, wirtschaftlichen Aufschwung und eine umweltfreundliche, nachhaltige Entwicklung."

Beim Wiener Energieforum werden auch die Ergebnisse des Global Energy Assessment (GEA) präsentiert. Das internationale Forschungsprojekt erarbeitet für Akteure aus Politik und Wirtschaft konkrete Handlungsanleitungen zur nachhaltigen Planung des Energiesektors in sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Hinsicht. "Die Zusammenhänge zwischen Energiedienstleistungen und Armutsbekämpfung im Sinne der Millenniums-Entwicklungsziele werden von GEA sehr gut erläutert", so der Generalsekretär über das Forschungsprojekt, das mit Mitteln der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert wurde.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Kap Verde und die gesamte westafrikanische Wirtschaftsunion (ECOWAS) bei der Gewinnung von erneuerbarer Energie und der Erhöhung der Energieeffizienz mit einem Centre for Renewable Energy and Energy Efficiency (ECREEE) in Praia, der Hauptstadt des Inselarchipels. Bis 2012 soll ein Viertel des Energiebedarfs Kap Verdes aus lokal produzierter, erneuerbarer Energie gedeckt werden, um das Land aus der starken Abhängigkeit von Diesel-Importen zu führen.

Zugang zu modernen, verlässlichen und leistbaren Energiedienstleistungen ermöglicht die Energie und Umweltpartnerschaft (EEP) in 16 Ländern in Zentralamerika und im südlichensowie östlichen Afrika. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt mit Finnland sowohl Studien als auch Pilotprojekte mit lokalen Partnern zur Armutsminderung und für soziale Randgruppen.

In der Schwarzmeerregion beteiligt sich die Oesterreichische Entwicklungsbank (OeEB) an einer internationalen Finanzierung für den Neu- und Umbau von Übertragungsleitungen und Umspannstationen in Georgien im Rahmen des Schwarzmeer-Energieverbund Vorhabens. Mit 20 Millionen Euro unterstützt Österreich dabei ein Infrastrukturprojekt, dass dafür sorgt, dass Georgien künftig sauberen Strom aus Wasserkraftwerken in die umliegenden Staaten liefern kann.

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