FCG Jugend lehnt De Facto Abschaffen des Sitzenbleibens ab

Die Pläne von Ministerin Schmied zum Aufsteigen trotz 3 "Nicht genügend" widersprechen dem Ziel, junge Menschen auf ein Leben nach der Schule vorzubereiten.

Wien (OTS/FCG) - "Es ist alles zu tun, um Schülerinnen und Schüler beim Erreichen der Lernziele zu unterstützen. Die meisten Fächer bauen aufeinander auf. Fehlende Kenntnisse werden nicht erlangt, wenn man Beurteilungen ignoriert", so Caroline Hungerländer, Bundesvorsitzende der jungen Christgewerkschafter/innen.

Wir haben einige Probleme in der Qualität unserer schulischen Bildung. Ein immer größer werdender Anteil verlässt die Schule, ohne richtig lesen zu können und selbst bei einfachsten Rechenaufgaben scheitern immer mehr. Eine Reihe von Jugendlichen erreicht die Lernziele der Schule, die sie besuchen, nicht in der üblichen Zeit. Dies ist ein Arbeitsauftrag an eine Ministerin, die sich im Dialog mit den Lehrerinnen und Lehrern und der Bundesschülervertretung Gedanken darüber machen sollte, was benötigt wird, damit Lernziele erreicht werden. Kurz, damit junge Menschen in Österreich lesen und rechnen lernen und dadurch wettbewerbsfähig am Arbeitsmarkt werden. Eine Aufgabe, von der die SPÖ auf einmal nichts mehr wissen will.

Als Gipfel der totalen Resignation möchte die Unterrichtsministerin pauschal alle Jugendlichen mit drei oder weniger negativ beurteilten Fächern aufsteigen lassen. Botschaft an die Schülerinnen und Schüler:
"Es ist egal, wie sehr du dich in der Schule anstrengst, weiter kommst du so oder so". "Für diese Idee bekommt die Unterrichtsministerin ein klares "Nicht genügend" aufgrund von Themenverfehlung", so Hungerländer. Statt das Sitzenbleiben pauschal abzuschaffen, sollten alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, dem Nichterreichen der Lernziele entgegen zu wirken. Eine rechtzeitige Einbindung der Eltern in Kombination mit einem vernünftigen Frühwarnsystem kann helfen, Lernziele zu erreichen. Ein flächendeckendes Angebot an verpflichtenden Förderkursen für Lernschwache ist längst überfällig und eine gratis angebotene Sommerschule ist notwendig, damit auch Jugendliche aus sozial schwächeren Familien den Sommer über eine Chance haben, Verpasstes nachzuholen. Die Unterrichtsministerin verschiebt mit ihrem Vorhaben Bildungsprobleme bloß in den nächsten Jahrgang.

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