LR Ragger: Jugendwohlfahrt steht im Mittelpunkt der Sozialpolitik

"Export" von Jungendlichen wurde reduziert - Schaffung von mehr Betreuungsplätzen im Land

Klagenfurt (OTS) - "Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung, Wohlstandsverwahrlosung - das sind vier traurige Phänomene, die leider zunehmen und die Jugendwohlfahrt in Kärnten, wie in allen anderen Bundesländern, zu einem Brennpunkt der Sozialpolitik mach en ", erklärt Kärntens Sozialreferent LR Christian Ragger aus aktuellem Anlass zum Rechnungshofbericht zum Vergleich der Jugendwohlfahrtssysteme der Bundesländer Burgenland und Kärnten . Das wirke sich auch finanziell aus. Kärnten gebe heuer über 46 Millionen Euro für Fremdunterbringungen von ca. 950 Kindern und Jugendlichen in Heimen, Wohngemeinschaften und Pflegefamilien sowie für die ambulante Betreuung und andere präventive Angebote aus.

"Die Jugendwohlfahrt unter der Führung der SPÖ hat zu Kostenexplosionen geführt. Aufgrund von zu vielen stationären Unterbringungen und des Exportes von Kärntner Jugendlichen in andere Bundesländer und ins Ausland wurde das System zu eindimensional und kostenintensiv aufgebaut. Das belastete das Sozialbudget über viele Jahre bis in die Gegenwart, wir konnten das System durch den Ausbau präventiver ambulanter Angebote jetzt so verändern, dass die Zahl der stationären Unterbringungen stark gesenkt werden konnte ", berichtet Ragger. Vor allem gebe es seit einiger Zeit mehr keine Genehmigungen für Unterbringungen in andere Bundesländer, die oft zu keinen Ergebnissen führten und zu einem Abfluss an Wertschöpfung geführt haben.

Wie Ragger weiter berichtet, gebe es in der Jugendwohlfahrt keine Patentrezepte, sondern man könne bestenfalls Lösungsansätze finden. "Die einzige Devise, der wir folgen können, heißt Prävention. Je frührer man Kinder und Familien erkennt, die Probleme haben, desto wirksamer kann man auch helfen", betont Ragger. Er verweit in diesem Zusammenhang auf den Einsatz von Psychologen, die in Kindergärten mit viel Fingerspitzengefühl diesbezüglich tätig sind.

Bei der Erweiterung der Betreuungsplätze für die Jugendlichen werde jedenfalls besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass die jungen Leute auch eine Berufsperspektive bekommen.

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