Gleichbehandlung für alle Universitäten

Universität Wien fordert: Studienplatzfinanzierung sofort!

Wien (OTS) - Senat und Rektorat der Universität Wien begrüßen die öffentliche Diskussion über die Finanzierung der Universitäten in Österreich, die der WU-Rektor mit seiner Ankündigung einer Antragstellung an die Schlichtungskommission ausgelöst hat.

Von großer finanzieller Not, insbesondere einem dramatischen Missverhältnis zwischen Studierendenzahlen und Kapazitäten in der Lehre, ist auch die Universität Wien betroffen. Von den aktuellen Studierendenzahlen ausgehend muss sie ihren Zusatzbedarf allein in der Lehre schon jetzt mit mindestens 150 Mio. Euro jährlich beziffern. Die Richtigkeit dieser Berechnungen wird durch die Angaben des WU-Rektors noch untermauert. Wenn das Budget der Universität Wien nicht entsprechend erhöht wird, sind massive Einschnitte unvermeidlich. Dies würde einen berechtigten Aufschrei der Studierenden bewirken, von denen die Universität Wien 32 Prozent der Gesamtzahl mit nur 15 Prozent des Gesamtbudgets der Universitäten in Österreich ausbildet.

Jede Entscheidung über Zusatzgelder für einzelne Universitäten muss daher auch die Situation der Universität Wien (und aller anderen Universitäten) in den Blick nehmen. Keinesfalls darf sich so eine Entscheidung auf "Sondervereinbarungen" stützen, die in der Leistungsvereinbarung der WU vorkommen und eine kapazitätsbezogene Regulierung des Universitätszugangs enthalten. Diesen steht die klare Gesetzeslage entgegen, die - von wenigen Ausnahmen abgesehen - noch immer keine zahlenmäßige Beschränkung der Studierendenzahlen kennt.

Statt im Interesse einer einzigen Universität rechtlich fragwürdige Sonderlösungen zu treffen, ist das von Universitätenkonferenz und Ministerium gemeinsam erarbeitete Konzept zur Studienplatzfinanzierung rasch umzusetzen. Dieses wird Transparenz und Fairness der Mittelverteilung auch zwischen den Universitäten herstellen. Nur mit ausreichender Budgetierung werden diese ihrem gesellschaftlichen Auftrag nachkommen können, junge Menschen nach hohen Qualitätsstandards auszubilden und auf die Bewährung im internationalen Wettbewerb vorzubereiten.

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Mag. Cornelia Blum
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