Fuhrmann: Schule im Ort heißt Leben im Ort - Volksschüler sollen nicht zu Pendlern werden

ÖVP für Einbeziehung der Erhaltung von Klein- und Kleinstschulen in die Gesamtstrategie zur Weiterentwicklung des Schulwesens

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Für die Einbeziehung der Erhaltung von Klein-und Kleinstschulen in die Gesamtstrategie zur Weiterentwicklung des Schulwesens spricht sich heute, Dienstag, die ÖVP-Fraktionsführerin im Unterausschuss des Unterrichtsausschusses, Abg. Mag. Silvia Fuhrmann aus. In der heutigen Sitzung findet eine Spezialdebatte zum Thema "Sicherstellung von Klein- und Kleinstschulstandorten" statt. Kleinschulen sind Schulen mit schulstufenübergreifenden Klassen oder Hauptschulen mit weniger als acht Klassen; Kleinstschulen solche mit weniger als zehn Schülern und damit Schulen, die die im Pflichtschulerhaltungsgrundsatzgesetz empfohlene Mindestgröße nicht erreichen.

Schon heute wendet Österreich bei den Sechs- bis 15-Jährigen viel auf, um auch Klein- und Kleinstschulen im ländlichen Raum zu erhalten. Ziel ist es, dass Kinder nicht schon im Volksschulalter zu Pendlern werden. "Denn Schule im Ort heißt Leben im Ort", umreißt Fuhrmann die Strategie dabei.

"Die Lehrkräfte stehen in Kleinstschulen vor der Herausforderung, die Schülerleistungen von einigen wenigen zu beurteilen, ohne einen größeren Vergleichsmaßstab zu haben. Hier kommt dem neuen System der Qualitätssicherung besondere Bedeutung zu, um Kinder in Kleinschulen nicht von der Entwicklung anderer Standorte abzukoppeln", so Fuhrmann.

Die Schulverwaltung stehe dabei vor großen Herausforderungen, weil diese Schulen Kosten verursachen und teilweise nur schwer Lehrkräfte zu finden seien. Hier wurde einerseits durch das System der globalen Berechnung der Stellenpläne für die Bundesländer und andererseits durch dienstrechtliche Regelungen einer schlanken Verwaltung Rechnung getragen. Fuhrmann: "Wir wollen, dass in die Gesamtstrategie der Weiterentwicklung des Schulwesens die Erhaltung von Klein- und Kleinstschulen unter Einbindung der betroffenen Schulerhalter und unter Berücksichtigung von Schulautonomie und Schulverbünden einbezogen wird."
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