FPÖ-Haider, Jannach und Hackl zu Lebensmittelkennzeichnung: Speisekarten dürfen nicht zu Medikamenten-Beipacktexten werden

Nationale Regelungen für Gastgewerbe dürfen nicht schärfer ausfallen als auf EU-Ebene

Wien (OTS) - Anfang Juli soll in Brüssel die Verordnung über die Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln beschlossen werden. Leider ist noch nicht abzusehen, in welchem Ausmaß die Gastronomie davon betroffen sein wird. Fix ist, dass allergene Stoffe künftig gekennzeichnet werden müssen. "Ob als allgemeiner Hinweis in der Speisekarte oder durch Anschlag im Gastraum, oder aber durch eine detaillierte Angabe in der Speisekarte - was für die Wirte einen unglaublich hohen bürokratischen Aufwand bedeuten würde - ist noch unsicher. Es kann nicht sein, dass sich Speisekarten künftig wie Beipackzettel von Medikamenten lesen", kritisieren der FPÖ-Tourismussprecher und Obmann des parlamentarischen Tourismusausschusses, NAbg. Mag. Roman Haider, FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach und FPÖ-Konsumentenschutzsprecher, NAbg. Ing. Heinz Hackl.

Auch die Herkunftsbezeichnung werde neu geregelt. Hier werde die tatsächliche gesetzliche Umsetzung aber in Österreich erfolgen. Der freiheitliche Tourismussprecher fordert hier eine moderate Regelung:
"Es darf für unsere Gastronomie keine nachteiligen Beschlüsse zur Lebensmittelkennzeichnung geben. Nationale Regelungen dürfen keinesfalls schärfer ausfallen als jene auf EU-Ebene. Wir dürfen hier nicht päpstlicher sein als der Papst", fordert Haider.

Gleichzeitig müsse auf der anderen Seite natürlich der Schutz der heimischen Bauern und auch der Konsumenten vor Täuschung bei den Herkunftsangaben gewährleistet sein, stellen Jannach und Hackl fest. Die heimischen Bauern produzieren durchwegs mit höheren Umwelt- und Tierschutzstandards als die restliche EU. "Klare und eindeutige Ursprungsbezeichnungen sind im Lebensmittelhandel unverzichtbar. Die Konsumenten brauchen Genuss- und die Bauern Produktionssicherheit. Es ist jedoch nicht nötig, dass Speisekarten im Gasthaus aussehen wie Beipacktexte von Medikamenten", fordern Haider, Jannach und Hackl Augenmaß bei der Gestaltung der gesetzlichen Regelungen.

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