Neues Volksblatt - "Hilfe" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 18. Juni 2011

Linz (OTS) - Kinderspielplätze werden nach Anrainerbeschwerden über den Lärm gerichtlich geschlossen, aber Hundegekläff muss toleriert werden.
Läuft da nicht etwas schief in der Gesellschaft?
Der deutsche Bundestag meint, ja, und hat einstimmig ein Gesetz beschlossen, dass Kinderlärm von Spielplätzen toleriert werden muss. Man muss sich das vorstellen: Da haben wir ohnehin viel zu wenig Kinder, so wenig, dass Europa ohne Zuzug aussterben würde, und dann muss ein Gesetz her, dass wir die wenigen Kinder, die wir noch haben, aushalten müssen. Aber die Pensionen von denen, die sie heute am liebsten in den Wohnungen einsperren würden, dürfen die Kinder später dann schon zahlen!
Nun kann man sagen, das sei ein Privatproblem zwischen ruhebedürftigen Erwachsenen und schreienden Kindern. Stimmt nicht! Denn die zunehmende Kinderfeindlichkeit in der Gesellschaft birgt auch die Gefahr, dass die Politik darauf reagiert, nämlich durch Rücknahme der Familienförderungen. Das Geld ist knapp und gespart wird dort, wo am wenigsten Aufruhr zu erwarten ist.
Tatsache ist aber, dass die Familien steuerlich gegenüber den Kinderlosen arg benachteiligt sind, was rasch korrigiert werden muss. Die Familien brauchen mehr Hilfe vom Staat, nicht we-
niger!

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