Kindernothilfe Österreich begrüßt internationale Fortschritte bei Kinderrechten

UN-Menschenrechtsrat beschließt neues Ergänzungsprotokoll zur Kinderrechtskonvention

Wien (OTS) - Der UN-Menschenrechtsrat hat heute einstimmig dem Entwurf für einen neuen völkerrechtlichen Vertrag für Kinder zugestimmt. Bisher konnten Kinder auf internationaler Ebene keine Rechtsmittel gegen Verletzungen ihrer Rechte aus dem UN-Übereinkommen über die Rechte des Kindes geltend machen. In Zukunft werden diese Betroffenen offen stehen, wenn zuvor nationale Rechtsmittel versagen, nicht zur Verfügung stehen oder wenn Verfahren unverhältnismäßig in die Länge gezogen werden. Zu dem ist im Vertrag vorgesehen, dass bei schwerwiegenden und systematischen Kinderrechtsverletzungen ein Gremium der Vereinten Nationen direkt Untersuchungen in dem Land aufnehmen kann.

Die Kindernothilfe begrüßt den Beschluss des Zusatzprotokolls durch den UN-Menschenrechtsrat auf dem Weg zur Verabschiedung durch die UN-Generalversammlung im Dezember. Die Kindernothilfe hofft, dass auch die Republik Österreich danach rasch diesen Vertrag ratifiziert, damit dieser mit der 11. Ratifikation auch völkerrechtlich verbindlich werden kann. Auf diese Weise sollen Kinder endlich auf internationaler Ebene eine Chance bekommen, sich gegen schwerwiegende Verletzungen der Kinderrechte offiziell beschweren zu können.

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