Bundesarbeitskammer Hauptversammlung (6): Sachleistungen bei Pflege und Kinderbetreuung stärken!

Frauenbeschäftigung durch Investitionen in soziale Dienste anheben, Kooperationen auf Gemeindeebene fördern

Stegersbach (OTS) - Das fehlende Angebot an sozialer Infrastruktur insbesondere im Bereich der Kinderbetreuung und Pflegedienste ist ein wesentlicher Grund dafür, dass in Österreich vergleichsweise weniger Frauen arbeiten. Auch können deshalb immer mehr Frauen nur Teilzeitjobs annehmen. Daher fordert die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer Investitionen in den Ausbau der Sachleistungen in der Kinder-betreuung, Pflege und anderer haushaltsnaher Dienstleistungen. Ziel ist ein flächendeckendes und leistbares Angebot in diesen Bereichen. So können Arbeitsplätze geschaffen werden. Zugleich werden Frauen entlastet, so dass sie ihre Qua-lifikationen am Arbeitsmarkt einsetzen können. Investitionen in soziale Dienstleistungen tragen auch dazu bei, dass die Regionalwirtschaft belebt wird. Österreich setzt in diesem Bereich zum überwiegenden Teil auf Geldleistungen, Vorzeigeländer hingegen auf Sachleistungen. Wie diese Länder zeigen, ist das auch gut fürs Wirtschaftswachstum. An diesen Ländern muss sich Österreich orientieren.

Schwierig ist die Lage in Österreich vor allem im ländlichen Raum. Die Anforderungen an das Angebot an sozialen Diensten sind regional sehr verschieden. Der kleinräumige Ausbau der bestehenden Infrastruktur auf kommunaler Ebene ist daher notwendig für besse-re und bedürfnisorientierte Angebote, aber auch um eine Professionalisierung der Dienstleistungen zu erreichen. Außerdem ist Kooperation und Arbeitsteilung zwischen den Kommunen gefragt, dafür müssen Anreize geschaffen werden.

Daher fordert die Hauptversammlung der AK:
+ Den Ausbau der sozialen Dienste insbesondere auf kommunaler Ebene. + Die Weiterentwicklung des Sozialsystems soll vorrangig durch Investitionen in Sachleistungen erfolgen.
+ Gleichstellungspolitik als Ziel der Familien- und Steuerpolitik.
+ Innovative Ansätze zur Verbesserung der Versorgungsicherheit.

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