Enger Schulterschluss von Land und Gemeinden in der Pflege

LR Schmid und Gemeindeverbandspräsident Sonderegger wollen "Pflegemodell Vorarlberg" konsequent weiterentwickeln

Bregenz (OTS/VLK) - Die Bewältigung der wachsenden Herausforderungen in der Pflege erfordert den engen Schulterschluss zwischen Land und Gemeinden, betonten Landesrätin Greti Schmid und Gemeindeverbandspräsident Harald Sonderegger heute, Freitag, im Landhaus. Dazu soll die kommunale Zusammenarbeit und Vernetzung aller Angebote weiter verstärkt werden.

Zu den Stärken des Pflegemodells Vorarlberg zählte Schmid insbesondere das große Engagement vieler pflegender Angehöriger sowie der Ehrenamtlichen in der flächendeckenden ambulanten Versorgung durch Hauskrankenpflege und Mohis. "Unser Credo lautet 'ambulant vor stationär'. Die Menschen wollen so lange wie möglich daheim in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und diesen Wunsch wollen wir erfüllen, um ein Altern in Würde zu ermöglichen", sagte Schmid. In diesem Sinne halten Land und Gemeinden auch an der regional strukturierten, wohnortnahen Versorgung im stationären Bereich fest, so Bürgermeister Sonderegger.

Insgesamt 155 Millionen Euro fließen heuer in das Pflegewesen in Vorarlberg, davon kommen 78 Millionen Euro vom Bund, der Rest von Land und Gemeinden. Von den 4,5 Millionen Euro, die Vorarlberg aus dem Pflegefonds des Bundes bekommt, soll eine Million gezielt in regionale bzw. kommunale Kooperationen investiert werden, erläuterte Landesrätin Schmid.

Unter anderem geht es um den Ausbau des Case Managements. Dabei werden gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen gezielte Betreuungskonzepte als Grundlage für eine bedarfsgerechte Betreuung und Pflege erarbeitet. Elf Modellgemeinden bzw. -regionen nehmen am Pilotprojekt Case Management teil. Mittelfristig wird das Case Management flächendeckend eingeführt.

Ein weiteres Ziel ist die Unterstützung von Gemeindekooperationen im Bereich Pflegeheime. Für den gemeinsamen Betrieb von Heimen werden jährliche Zuschüsse zwischen 10.000 und 25.000 Euro in Aussicht gestellt. Und schließlich sollen auch die Weiterentwicklung der Urlaubs- und Kurzzeitpflege sowie die Ausweitung verschiedener Modelle des Betreuten Wohnens forciert werden.

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