AK: Wiener Leseschwerpunkt ist ein Erfolg für unsere Kinder

AK fordert Sofortprogramm, damit es bei der Bildung keine verlorene Generation gibt - neues Wiener Programm kann Vorbild für Österreich sein

Wien (OTS) - Als "Erfolg für unsere Kinder in Wien" wertet AK Präsident Herbert Tumpel den heute vorgestellten Leseschwerpunkt für die Volks- und die MittelstufenschülerInnen in Wien. "Wir waren von Anfang an im Sozialpartnerbeirat zur Entwicklung des Leseschwerpunkts dabei, in den Ergebnissen erkenne ich unsere Vorschläge wieder", so Tumpel. Eingesetzt hat sich die Arbeiterkammer etwa für Leseförderung in der Volksschule und in der Mittelstufe - das setzt Wien jetzt vorbildhaft für Österreich um. "Damit es keine verlorene Generation bei der Bildung gibt, brauchen wir auch Maßnahmen seitens des Bundes", sagt Tumpel. Unter anderem fordert die AK Hilfe für Lehrlinge, die Deutsch- oder Leseprobleme haben.

"Es war richtig, dass in Wien die Lesekompetenz aller Schülerinnen und Schüler in der vierten und der achten Schulstufe getestet wurde", sagt Tumpel, "dadurch kann ein persönliches Förderprogramm für alle entwickelt werden." So "nebenbei" zeigt der Wiener Lesetest auch: Die SchülerInnen in der Bundeshauptstadt schneiden nicht schlechter ab als die SchulerInnen im Österreich-Schnitt.

Gleichzeitig zeigt der Test sofortigen Handlungsbedarf, wie er auch von der Arbeiterkammer seit dem letzten PISA-Ergebnis im Dezember 2010 gesehen wird. Wien setzt die AK-Forderungen in seinem Bereich um. Jetzt ist auch der Bund gefragt, so Tumpel.

+ Der Bund soll den Volks- und den Hauptschulen ausreichend LehrerInnen zuteilen, damit in der Volksschule ab 15 SchülerInnen in der Klasse Lesetraining im Zwei-Lehrer-System möglich wird und in den Hauptschulen generell Förderunterricht in Kleingruppen angeboten werden kann.

+ Beim Übergang Schule-Arbeitsmarkt sollen Unterstützungsprojekte helfen. Vorbild wäre etwa das Wiener Projekt "C mon 17".

+ Lehrlinge, die Deutsch- oder Leseprobleme haben, sollen regional in Kleingruppen gefördert werden. Und wer den Lehrabschluss nachholen will, soll für die Vorbereitungs-kurse nichts mehr zahlen müssen.

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