In der Freiwilligenarbeit erfahrene Organisationen unterstützen ist effizienter und billiger als neue Verwaltungsebenen zu konstruieren

Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie nehmen Stelllung zur neuen "Freiwilligenbörse"

Klagenfurt (OTS) - Die Organisationen Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie arbeiten seit Jahrzehnten mit Freiwilligen, ohne deren Unterstützung viele Leistungen im Sinne der Menschlichkeit nicht angeboten werden könnten. Die Tatsache, dass Menschen freiwillig helfen wollen, ist grundsätzlich gut und hat große Bedeutung und Wertschätzung und wird von den Organisationen bejaht und gefördert. Selbstverständlich werden die freiwilligen MitarbeiterInnen ihren Wünschen und Fähigkeiten entsprechend eingesetzt und intensiv bei ihrer Tätigkeit begleitet. Diese umfangreiche Koordinationsarbeit wird ebenso wie die Rekrutierung und die Ausbildung von Freiwilligen von den Trägerorganisationen selbst finanziert. Im Rahmen der Betriebshaftpflichtversicherung sind die Freiwilligen selbstverständlich versichert. Auch diese Kosten werden von den Organisationen getragen.
Umso verwunderter registrieren die Verantwortlichen bei Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie auf die Errichtung einer Freiwilligenbörse, die eine vermeintliche Lücke stopfen soll. "Die Begründung für dieses Projekt ist inhaltlich falsch", betonen die Vertreter der Organisationen. "Es wird behauptet, dass es derzeit keine Organisation gäbe, die Interessenten koordiniert, ihre Eignungsfähigkeit überprüft und sie nach Talenten und Wissensgebieten vermittelt. Damit werden die wertvollen und aufwendigen Tätigkeiten der haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen von Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie völlig ignoriert".
Der Aufbau einer zusätzlichen Koordinationsebene ist nicht notwendig und verursacht nur zusätzliche Kosten. Sinnvoller wäre es, die dafür vorgesehenen Mittel den Organisationen zur Verfügung stellen, die bereits über entsprechende Erfahrungen verfügen, und ihnen damit einen Zuschuss zur Freiwilligenarbeit zu geben. Weiters fordern Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie die Übernahme der Unfallversicherung für Freiwillige durch das Land Kärnten und damit Gleichstellung zur neuen Freiwilligenbörse.
Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie betonen auch, dass freiwilliges Engagement hauptberufliche Dienstleistungen ergänzt, aber niemals ersetzen kann, und verwehren sich gegen Bestrebungen, das Ehrenamt sukzessive oder teilweise zur Berufstätigkeit umzufunktionieren.

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