Grüne Wien/Hebein zu Kolporteuren: Differenzierte Sichtweise notwendig

Wien (OTS) - Für eine differenzierte Sicht auf das Betteln und Verkaufen von Zeitschriften in Wien setzt sich die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein, anlässlich eines Falter-Berichts zu Kolporteuren, ein. "Der Verkauf von Zeitschriften bietet Menschen in Armut und Obdachlosen die Gelegenheit, sich ein kleines Zubrot zu verdienen", so Hebein, die einräumt, dass Zeitungsverkäufer teilweise auch hartnäckig sein können. Dennoch macht es keinen Sinn zwischen "guten" und "bösen" BettlerInnen zu unterscheiden, ohne die Situation der Menschen zu berücksichtigen. Viele Lokalbetreiber reagieren im Museumsquartier längst mit Lokalverboten und es gibt bereits Kontrollen durch die Security, obwohl das Museumsquartier ein öffentlicher Ort für alle ist.

"Auch wenn es ein Ruhebedürfnis der KonsumentInnen gibt, steuern wir auf eine Entsolidarisierung zu, wenn Armut verdrängt und nur mit Verboten reagiert wird", meint Hebein, überzeugt, dass Bettelverbote die Falschen treffen.

Die Verfassungsklage der Bettlerin Martina S. gegen die gewerbsmäßige Bettelei, die von den Grünen Wien unterstützt wird, wird derzeit debattiert. "Wir erwarten eine Entscheidung in den nächsten Wochen und hoffen, dass der Verfassungsgerichtshof im Sinne der Bettlerin entscheiden wird. Es macht keinen Sinn, Arme statt Armut zu bekämpfen", so Hebein abschließend.

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