Die Gier und wir - Nutznießer der Krise

Salzburger Betriebswirt räumt mit Mythen und Verschwörungstheorien, aber auch mit gefährlichen Halbwahrheiten auf

Wien (OTS) - Im Wiener Hayek Institut fand heute, Freitag, eine Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des Buches "Die Finanzkrise und die Gier der kleinen Leute" statt. Dabei präsentierte der Autor Michael Hörl spektakulär neue Ansichten über das Zustandekommen von Euro- und Finanzkrise(n).

Banken und Spekulanten nur Nutznießer, nicht Auslöser

Wenn irgendwas nicht so läuft, wie Europas Mainstream sich das wünscht, dann haben immer Bankne oder Spekulanten Schuld. So hätten diese auch Europas Währungskrise verursacht. Doch ist das laut Hörl glatte Wählertäuschung und stellt die provokante Frage: "Oder waren es die Spekulanten, die über 40 Jahre lang Jahr für Jahr Europas Monsterschulden aufgenommen haben, um sie als Wahlgeschenk an kleine Leute zu verteilen?". Für den Salzburger Ökonomen waren Banken und Spekulanten viel mehr die Nutznießer, nicht aber Auslöser der Krise. Während Europas Bürger seit den 1970ern jene wählten, die den Staat am meisten Schulden aufnehmen ließen, um mit neuen Sozialleistungen Wahlen zu gewinnen (Stichwort Kreisky), überließ man es in Amerika den Bürgern, sich zu verschulden.

In beiden Systemen konnten Bürger besser leben, als es ihre Verhältnisse ihnen eigentlich erlaubt hätten. "Als dann der Wirtschaftsboom auf Pump platzte, waren - wie seit dem Mittelalter -wieder einmal Banken oder Spekulanten schuld", so Hörl.

Globalisierungskritiker verbreiten Halbwahrheiten

Zwei Jahre lang hat der Betriebswirt und Wirtschaftspädagoge aus Salzburg Mythen und Verschwörungstheorien aufgesammelt und nimmt diese kritisch, aber auch mit Humor unter die Lupe. So ließ beispielsweise Christian Felber (ATTAC) im Jahr 2008 verschwörerisch wissen, dass Österreichs Manager rund das 100ßfache ihrer Arbeiter verdienen würden. Die Statistik hingegen kommt lediglich auf einen Wert zwischen dem drei- und 10fachen. Halbwahrheiten wie diese sind laut Hörl nicht nur "gefährlich sondern dürfen auch nicht stillschweigend hingenommen werden. Höchste Eisenbahn für echte Info abseits von Verschwöhrungstheorien!", so der Autor weiter.

Die Gier und Wir

Ein ganzes Kapitel widmete der Autor dem "Schuldenkanzler Kreisky", dessen System aus Sicht des Autors "geradezu für die Ursache aller (neueren) Finanzkrisen steht: Dem Kauf von Wahlsiegen auf Pump unter dem Deckmantel 'sozialer Wärme'". Dichtung von Wahrheit trennt Kapitel 7 des Buches, in dem Banker-Boni und deren tatsächliche Gehälter näher beleuchtet werden. Provokant attestiert Hörl, dass "das Thema Wirtschaft heute von Menschen diskutiert wird, die nur ausnahmsweise selbst einmal im Wirtschaftsunterricht gesessen sind" und widmete den populärsten Irrtümern über Wirtschaft aus diesem Grund ebenfalls ein eigenes Kapitel. Mit Zukunftsthesen wie einer echten Wirtschaftsbildung für die Jugend schließt der Autor das Buch.

Nähere Informationen unter www.michaelhoerl.at

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