Bundesarbeitskammer Hauptversammlung (1): Krisenverursacher müssen zur Verantwortung gezogen werden

Stegersbach (OTS) - Die Sorge um die Krisenfolgen in Europa und um die Entwicklung von Wirtschaft und Sozialstaaten in Europa stand im Mittelpunkt der Debatte der Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer, die heute turnusmäßig im burgenländischen Stegersbach abgehalten wurde. "Wir - die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - haben die Krise nicht verursacht, wir wollen sie auch nicht bezahlen" fasste AK Präsident Herbert Tumpel die Stimmung der Arbeiterkammern zusammen. Als seine tiefe Sorge über die Krisenentwicklung nannte Tumpel, dass mit der ständigen Forderung nach Sparpaketen in den betroffenen Ländern der falsche Weg eingeschlagen werde, der zum Kaputtsparen in der Krise führen würde. Es müsse verhindert werden, dass sich die Krisenverursacher jetzt aus der Verantwortung und ihrem Beitrag zur Krisenbewältigung stehlen wollen. Die Beschlüsse der Hauptversammlung befassten sich unter anderem mit den Forderungen nach einem gerechten Beitrag der großen Vermögen und der Krisenverursacher, nach mehr Steuergerechtigkeit, gegen Steuerbetrug und dem Austrocknen der Unternehmenssteuer-Oasen. Die Arbeiterkammern wandten sich gegen die jüngsten Privatisierungsvorstöße und verlangen Maßnahmen gegen die Teuerung. Für die Verbesserung des Bildungssystems und insbesondere des Schulwesens, der Kinderbetreuung, des Pflegesystems und der Verbesserung der Gesundheitsvorsorge beschloss die Hauptversammlung ausgearbeitete Vorschläge.

(Forts.)

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