Neues Volksblatt - "Respekt" von Markus EBERT

Ausgabe vom 17. Juni 2011

Linz (OTS) - Auch wer nur zufällig in eine TV-Übertragung aus dem Parlament stolpert (und dank ORF-Spartensender TW1 ist das ja nun einen ganzen Sitzungstag lang möglich), hat große Chancen, irgendwelches Gebrüll aus den Abgeordnetenreihen mitzuerleben. Zumeist kommen die lautstarken Kundgebungen aus den Reihen von BZÖ und FPÖ, ebenfalls zumeist sind sie unqualifizierter Natur.
Wilhelm Molterer hat gestern in seiner letzten Parlamentsrede deutliche Worte gefunden. "So wie wir miteinander umgehen, so wird mit uns umgegangen, so gehen die Medien mit uns um und so gehen die Menschen mit uns um", so Molterer, um zu folgendem Schluss zu gelangen: "Der respektlose Umgang mit politischen Mitbewerbern ist zum Schaden aller. Den Respekt zu verlieren bedeutet, das Fundament der Demokratie zu verlieren".
Diesen verloren gegangenen Respekt wiederzuerlangen müsste zumindest im Interesse jener Parteien sein, die nicht nur die Oppositionsbank drücken wollen. Wer gestaltet, hat sich eine differenzierte Beurteilung seines politischen Tuns verdient, parlamentarischer oder medial inszenierter (oder unterstützter) Krawall ist ganz sicher kein Mittel. Und wer gestalten will, hat dies auch durch respektvollen Umgang zu dokumentieren.

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