Nationalrat - Krainer: Bundesregierung setzt Maßnahmen für gerechtere Steuern

Steuern auf Arbeit viel zu hoch - Vermögenssteuer im internationalen Schnitt brächte 5 Mrd. Euro

Wien (OTS/SK) - Arbeitnehmer bezahlen in Österreich weit höhere Steuern als Unternehmen. Der Staat finanziert sich zu fast 90 Prozent von den Arbeitnehmern, zu zehn Prozent von Unternehmen und Kapitalvermögen. SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer sagte am Donnerstag im Nationalrat, dass der richtige Weg sei, Steuern und Abgaben auf Arbeit zu senken und auf Kapital und Vermögen zu erhöhen. "Das ist der Weg der Bundesregierung und es gibt keinen Grund, ihn zu verlassen", so Krainer. Dass die Steuern und Abgaben auf Arbeit in Österreich im internationalen Vergleich viel zu hoch sind und die Vermögenssteuern zu niedrig, bestätigen auch internationale Organisationen wie vor kurzem der IWF. ****

"Wir haben Steuern und Abgaben auf Arbeit gesenkt: Geringe Einkommen zahlen einen geringeren Arbeitslosenbeitrag und die Lohnsteuer wurde um drei Milliarden gesenkt", unterstrich der SPÖ-Finanzsprecher. Auf der anderen Seite habe die Regierung die Steuern für Banken, Spekulationsgewinne und Stiftungen erhöht.

Nur Steuern zu senken brächte natürlich weniger Einnahmen und eine höhere Verschuldung, diesen Weg wolle die Sozialdemokratie nicht gehen, so Krainer. Jene, die heute keinen gerechten Beitrag leisten, sollen mehr Steuern zahlen. "Wenn wir die Vermögenssteuer nur auf den internationalen Durchschnitt heben würden, hätten wir fünf Milliarden mehr Einnahmen, die wir für Steuersenkungen für Arbeitnehmer verwenden könnten", so Krainer. (Schluss) bj/tg

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