Güterbeförderer zu Giga-Linern: Zeitalter des Öko-Lkw bereits angebrochen

Herzer: Idee hinter Lang-Lkw ist es primär, Kosten zu drücken, nicht Umwelt zu schonen

Wien (OTS/PWK439) - Speditionsvertreter starten einen neuen
Anlauf, um die Lang-Lkw, auch Giga-Liner genannt, der Öffentlichkeit als ökologische Errungenschaft schmackhaft zu machen. Aus der Sicht der Transporteure verzerrt dies die Wahrnehmung: "Es ist höchst erstaunlich, dass Speditionsvertreter den "Giga-Liner" mit neuer Masche nun als "Öko-Liner" verkaufen wollen", meint Wolfgang Herzer, Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zum jüngsten Diskussionsvorstoß des Zentralverbandes Spedition & Logistik.

"Denn der Straßengüterverkehr, und vor allem der Lkw-Verkehr, ist in seiner jetzigen Ausprägung durch die deutliche und kontinuierliche Abgas- und Lärmreduzierung schon überaus umweltfreundlich und emissionsarm", verweist Herzer auf umweltfreundliche Lkw der Klasse EURO 5 sowie die sogenannten EEV (Enhanced Environmentally Friendly Vehicles). Gegenüber Lkw der Klasse EURO gab es seit 1990 laut EU-Erhebungen eine Reduktion der Schadstoffemissionen um rund 90 Prozent.
Auch die bevorstehende Einführung der EURO 6-Lkw verstärke den Trend zur Schadstoffreduktion noch weiter. Herzer: "Wir brauchen daher hier nicht nach Konzepten für Öko-Liner zu suchen, wir sind bereits bei den Öko-Lkw angekommen!"

"Für uns ist und bleibt der Giga-Liner ein Versuch vor allem der Auftraggeber, mehr Fracht zu noch niedrigeren Preisen auf der Straße zu transportieren. Davon profitieren höchstens die Auftraggeber, aber weder die Umwelt noch die österreichischen Transporteure", so Herzer abschließend. (PM)

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