Omega Pharma kommt von Rotterdam ins Kärntner Feldkirchen

LH Dörfler und LR Dobernig: Bis zu 30 neue Arbeitsplätze in Tochterunternehmen Richard Bittner AG

Klagenfurt (OTS/LPD) - Der Wirtschaftsstandort Feldkirchen erhält eine interessante Aufwertung und Stärkung. Der belgische Pharmakonzern Omega Pharma verlegt die bisher im holländischen Rotterdam angesiedelte Produktion an den Standort seines Tochterunternehmens Richard Bittner AG in der Tiebelstadt. 20 bis 30 neue Arbeitsplätze werden dadurch entstehen. Diese erfreuliche Nachricht konnten heute, Donnerstag, Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Finanzlandesrat Harald Dobernig und Andreas Hartner, Geschäftsführer der Richard Bittner AG, in einer Pressekonferenz verkünden.

Dörfler sprach von einem erfreulichen und goldenen Tag für Feldkirchen und dankte der "Hochleistungsmannschaft" um Geschäftsführer Hartner. In Feldkirchen stehe eine spannende Zeit bevor, in der am Standort der Richard Bittner AG bauliche Maßnahmen durchgeführt und die Übersiedelung von Hochleistungsmaschinen erfolgen werden. Wie der Landeshauptmann betonte stehe dieses Projekt auch für ein neues "Wording": "Wir wollen erst fixe Erfolge publizieren und sie nicht vorher schon ankündigen."

Dobernig betonte, dass durch die Produktionsverlagerung der Standort Feldkirchen abgesichert werde, zudem würden neue Arbeitsplätze entstehen. Es zeige sich auch, dass der Standort Kärnten von internationalen Unternehmen geschätzt werde. Laut Dobernig gibt es für die Übersiedlung eine Landesunterstützung in Höhe von 170.000 Euro. Dies seien keine neuen Mittel, sondern bereits für die Richard Bittner AG geparkte, die im Zuge der Investitionen 2006/07 nicht abgeholt worden seien.

Hartner dankte dem Landeshauptmann und dem Finanzlandesrat für die Unterstützung. Er erklärte, dass die Entscheidung für Feldkirchen vor 14 Tagen bei der Omega-Vorstandssitzung gefallen sei. Für den Standort in Kärnten spreche, dass man alle gesetzlichen Anforderungen erfülle, Lieferungen auch nach Übersee jederzeit durchführen könne und mehrfach zertifiziert sei. "Feldkirchen hat alles, die Mannschaft und die Infrastruktur", so der Geschäftsführer, der auch das Vertrauen von Omega Pharma in die Kärntner Mitarbeiter hervorhob. Er verhehlte aber auch nicht, dass diese Entscheidung einen "schwarzen Tag" für Rotterdam bedeutet habe, wo 64 Beschäftigte betroffen seien.

Die Übersiedlung soll im Juli 2012 abgeschlossen sein und rund ein bis eineinhalb Mio. Euro erfordern. Laut Hartner werden sämtliche Maschinen von Rotterdam nach Feldkirchen verlegt. Eine davon sei rund sieben Meter hoch, weshalb auch bauliche Maßnahmen an den Hallen notwendig seien. Man suche jetzt 20 bis 30, "aber eher 30", neue Mitarbeiter für Produktion, Einkauf, Export und Labor. 200 bis 300 Millionen Tabletten und drei Millionen an Liquids sollen dann pro Jahr zusätzlich produziert werden. Bisher erzeugte die Richard Bittner AG Arzneimittel für ganz Osteuropa und u. a. Nahrungsmittelergänzungen für Österreich. Die Produkte aus Rotterdam wird man für Westeuropa, also Holland, Belgien, Frankreich, herstellen.

Die Richard Bittner AG ist seit 2007 hundertprozentige Tochter von Omega Pharma. In Feldkirchen beschäftigt sie derzeit rund 75 Mitarbeiter. Der Mutterkonzern Omega Pharma wurde vor 20 Jahren vom Pharmazeuten Marc Coucke für Pharmazeuten gegründet. Coucke ist heute noch als CEO im Konzern tätig. Omega Pharma zählt zu den Top 10 im Bereich nicht verschreibungspflichtiger Medikamente. Die Gruppe ist in 36 Ländern vertreten und hat insgesamt 2.000 Mitarbeiter.

(Infos unter www.richard-bittner.com oder www.omega-pharma.be) (Schluss)

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