Papierindustrie zur Ökostrom-Novelle: Finanzierbarkeit und Effizienz müssen im Vordergrund stehen

Dworak: "Wirksames und EU-konformes Kostenbegrenzungsmodell realisieren, das die zusätzlichen Kosten für energieintensive Unternehmen limitieren"

Wien (OTS/PWK438) - Die im Ministerrat beschlossene
Ökostromnovelle hat aus Sicht der Papierindustrie trotz fundierter Vorarbeiten des Wirtschaftsministers nicht das gehalten, was sie versprochen hat. "Energiepolitische Rahmenbedingungen sind entscheidende Erfolgsfaktoren im internationalen Standortwettbewerb. Die beschlossene Regelung ist dem Entschließungsantrag des Nationalrates vom September 2009 nicht gleichwertig. Jetzt muss ein wirksames und EU-konformes Kostenbegrenzungsmodell realisiert werden, das die durch den forcierten Ökostromausbau verursachten zusätzlichen Kosten für energieintensive Unternehmen limitiert. Auch die Freigabe der Mittel zum Abbau der Warteschlangen bereits früher eingereichter Anlagen, darf zeitlich nicht vor einer Entlastung der Industrie umgesetzt werden", kommentiert Oliver Dworak, Geschäftsführer der Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie die Einigung.

Gemäß dem heutigen Beschluss, müssen sowohl die deutlich aufgestockten Förderbudgets als auch der Abbau der Warteschlangen über den neuen Aufbringungsmechanismus von privaten und gewerblichen Stromverbrauchern finanziert werden. "Die Betriebe der Papierindustrie, die in ihren hocheffizienten Anlagen selbst Ökostrom meist ohne finanzielle Unterstützung erzeugen, tragen erheblich zur Aufbringung der Fördersummen bei. Der verbesserte effiziente Einsatz der Fördermittel ist daher Voraussetzung für die Akzeptanz der neuen Regelung", bekräftigte Dworak.

Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Novelle sind für Austropapier auch die Bestimmungen zum effizienten Einsatz fester Biomasse. "Die nachhaltige Verfügbarkeit des nachwachsenden Rohstoffes Holz ist ein entscheidendes Kriterium für die Erhaltung der Green Jobs in der Zellstoff- und Papierindustrie. Auch das Vorantreiben innovativer, klimaschonender und umweltfreundlicher Technologien ist von einer gesicherten Rohstoffversorgung abhängig. Deshalb ist die Bestimmung, dass die Tarifgestaltung nicht in einer Weise erfolgen kann, die Holz seiner stofflichen Nutzung entzieht, für uns essentiell. Diese Regelung darf kein Papiertiger bleiben, und muss durch die verstärkte Nutzung von Energieholz aus Kurzumtriebsflächen sinnvoll ergänzt werden", so Dworak abschließend. (AC)

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