Vladyka: Armut von Anfang an verhindern, muss Ziel der Sozialpolitik sein

Pauschalurteile und Gönnermentalität sozial Schwachen gegenüber sind abzulehnen

St. Pölten (OTS/SPI) - "Armut muss verhindert, nicht nur gelindert werden. Das muss das Ziel der Sozialpolitik sein! Die tatsächliche Situation sieht aber leider noch anders aus. Immer mehr Menschen müssen mit immer weniger Geld auskommen. In unserem Land sind nicht nur fast 100.000 Menschen manifest arm, besonders dramatisch ist, dass für viele auch das Erwerbseinkommen nicht mehr vor Armut schützt", machte die Sozialsprecherin der SPÖ-Niederösterreich, LAbg. Christa Vladyka, im Zuge der Budgetdebatte des NÖ-Landtages auf die dramatische Situation vieler NiederösterreicherInnen aufmerksam. Vladyka betonte weiter, dass gerade diese Menschen oftmals in einer doppelten Schere stecken: "Die Lebensmittelpreise sind drastisch gestiegen. Der Preis für Mehl stieg seit dem Vorjahr um über 50 Prozent, für Butter ist der Preis um 36 Prozent angestiegen. Vor allem die sozial Schwächsten sind von diesen Teuerungen ganz besonders massiv betroffen, weil sie einen ungleich größeren Prozentsatz ihres Einkommens für Lebensmittel aufwenden müssen als Wohlhabende."

Besonders von Armut betroffen sind Familien mit mehreren Kindern und ganz besonders AlleinerzieherInnen. "Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass Menschen in einem eigentlich so reichen Land, wie dem unseren, jeden Euro umdrehen müssen, um die nötigsten Lebensmittel für sich und ihre Familien zu beschaffen. Die Wege, wie diese untragbare Armut so vieler Menschen in unserem Land verhindert werden kann, sind so vielfältig wie die Ursachen dafür. Der Ausbau der Kinderbetreuung, um den Eltern eine volle Erwerbstätigkeit zu ermöglichen, gehört ebenso dazu wie Weiterentwicklungen im Bildungsbereich, aber auch Hilfestellungen wie die Schuldnerberatung, die Delogierungsprävention und vieles mehr", so Vladyka weiter.

"Was auf jeden Fall klipp und klar abzulehnen ist, das sind Pauschalurteile und herablassende Bemerkungen über sozial Schwache. Man sollte sehr vorsichtig sein, eine Mindestsicherung von 744 Euro als bequeme Hängematte zu bezeichnen und Verdächtigungen zu äußern, wonach ein durchschnittliches Arbeitslosengeld von weniger als 840 Euro die Menschen vom Arbeiten abhalten würde, weil es zu nahe am Arbeitseinkommen sei", zeigte sich Vladyka über jüngste Äußerungen seitens ÖVP-LHStv. Sobotka enttäuscht. "Was wir brauchen in der Sozialpolitik, ist eine Abkehr von der Gönnermentalität, die vielfach leider noch immer herrscht. Denn es ist ja schließlich die Aufgabe der Politik die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Armut nicht nur gelindert, sondern von Anfang an verhindert wird", so Vladyka abschließend.

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