CARE, Greenpeace und WWF aus Bonn: Globale Entwaldung bis 2020 stoppen!

Führende Umwelt- und Hilfsorganisationen fordern bei Klimakonferenz in Bonn internationale Wald-Partnerschaft

Bonn/Wien (OTS) - Über Details für einen globalen Mechanismus für die Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung in Entwicklungsländern (REDD+) wurde in den letzten Tagen in Bonn verhandelt. Doch REDD+ allein wird nicht ausreichen, um den dramatischen Rückgang der Regenwälder und den galoppierend fortschreitenden Klimawandel aufzuhalten. Vielmehr fordern CARE, Greenpeace und WWF, dass einzelne Regierungen klare Verpflichtungen eingehen, um die weitere Zerstörung der Wälder schnellstmöglich zu verhindern. Zusätzlich darf die Nachfrage nach Biotreibstoffen und Tierfutter bzw. Weideland nicht dazu führen, dass noch mehr Wald für landwirtschaftlich nutzbare Flächen Platz machen muss.

"Um das Überleben der Millionen armer Frauen und Männer zu sichern, die von den Wäldern abhängig sind, ist es wichtig, dass wir wertvolle Zeit in die Entwicklung eines komplexen Systems und von Spielregeln für REDD+ investieren," kommentiert Agnes Otzelberger, CARE-Expertin für Klimawandel und Nahrungssicherheit. "Aber ohne ehrgeizige Verpflichtungen zu Emissionsreduktionen ist das, als ob man die Lungenkrankheit eines Patienten behandeln würde, ohne ihn aufzufordern, mit dem Rauchen aufzuhören!"

"Die USA und andere Staaten haben in Bonn die Entwicklungsstaaten dazu aufgerufen, ihre Emissionen zu überwachen, zu überprüfen und darüber Bericht zu legen ("MRV-System"). Aber was wir tatsächlich brauchen ist, dass alle Länder transparent offenlegen, wie sie selbst dazu beitragen, z.B. über öffentliche und private Finanzierungsregelungen, dass der Waldverlust voranschreitet", so Christoph Thies, Waldexperte von Greenpeace International.

Die Industrieländer als Hauptverursacher des Klimawandels müssen eine ausreichende und verlässliche Finanzierung von REDD+ sicherstellen - spätestens bei der nächsten großen UN-Klimakonferenz, die Ende des Jahres im südafrikanischen Durban stattfinden wird.

Gerald Steindlegger, WWF-Waldexperte:"Die Weltgemeinschaft muss das nötige Geld aufbringen, um Länder mit viel Wald dabei zu unterstützen, die Entwaldung zu stoppen. Investitionen in den Erhalt des Waldes sind essenziell für Menschen und Natur."

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REDD: Reduction of Emissions from Deforestation and Forest Degradation

Rückfragen & Kontakt:

Agnes Otzelberger, CARE Österreich: +43 (1) 715 0 715-21, agnes.otzelberger@care.at
Christoph Thies, Greenpeace International: +49 171 883 11 07
Melissa Tupper, WWF: 001 202 569 0842, melissa.tupper@wwfus.org

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