GPA-djp-Jugend: Unternehmen müssen Verantwortung für Ausbildung wahrnehmen

Qualitätsorientierte Ausbildung bieten statt Lehre krankjammern

Wien (OTS/GPA-djp/ÖGB) - "Anstelle zu beklagen, dass immer weniger Jugendliche sich für eine Lehrausbildung entscheiden, sollte die WKÖ lieber ihre eigenen Mitgliedsbetriebe auffordern, mehr Lehrplätze anzubieten und somit mehr Lehrlinge auszubilden", fordert Bundessekretär der GPA-djp-Jugend, Helmut Gotthartsleitner, anlässlich der Forderungen der WKÖ im heutigen ORF-Morgenjournal.

Es kann nicht sein, dass die vom AMS gestützte überbetriebliche Ausbildung zur Regel wird und die Unternehmen damit die Ausbildung von Fachkräften auf die Allgemeinheit abwälzt. Bereits jetzt sind an die 14.000 Jugendliche in solchen Ausbildungsmaßnahmen untergebracht, die von den SteuerzahlerInnen finanziert werden.

Besonders kritisch zu sehen ist die von der WKÖ angestrebte "mittlere Reife", da diese sehr schnell zu einer Lehre zweiter Klasse führen würde, die Jugendliche bei ihrem weiteren beruflichen Weg behindern könnte.

"Statt zu jammern, sollte die WKÖ in eine qualitätsorientierte Ausbildung investieren und den jungen Menschen eine Perspektive bieten. So sehen wir einen hohen Nachholbedarf im Bereich der Qualitätssicherung in den Betrieben. Zu oft kennen die Lehrlinge nicht einmal ihre/n LehrlingsausbilderIn oder werden nur als billige Arbeitskräfte eingesetzt", kritisiert Gotthartsleitner.

"Dringenden Handlungsbedarf sehen wir auch im Bereich der rechtlichen Situation. So muss die Probezeit von derzeit drei auf ein Monat verkürzt und die Behaltepflicht von drei auf sechs Monate ausgeweitet werden. Die 2008 eingeführte erleichterte Kündigung von Lehrlingen ist zurück zu nehmen und die Kosten für das Berufsschulinternat sind zur Gänze von den Ausbildungsbetrieben zu übernehmen", so Gotthartsleitner abschließend.

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