Bayr zum Tag des afrikanischen Kindes: "FGM ist immer noch eine Tatsache"

Best practice Katalog soll Maßnahmen weiter konkretisieren

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des 21. Tages des afrikanischen Kindes am 16. Juni erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung an das noch immer bestehende Problem der weiblichen Genitalverstümmelung, welches u.a. in 28 Staaten Afrikas ein lebenslanges Trauma für Mädchen und Frauen bedeutet. Jährlich werden zirka zwei Millionen Mädchen und Frauen ihrer Weiblichkeit beraubt. Unter FGM (Female Genitale Mutilation) versteht man den grausamen Ritus des Verstümmelns weiblicher Genitalien. Schätzungen sprechen von über 150 Millionen Mädchen und Frauen weltweit. In Afrika und Asien seien zwar "Fortschritte im Kampf gegen FGM auszumachen", berichtet Bayr, "aber Aufklärung und Information dürfen deswegen nicht nachlassen, damit FGM für immer beseitigt wird!" ****

Bayr ist Mitbegründerin von stopFGM, der Österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung. Neben Broschüren, Veranstaltungen und eine Studie unter ÄrztInnen und Hebammen, um den Bedarf an Weiterbildung im medizinischen Bereich zu eruieren, arbeitet die SPÖ-Abgeordnete gemeinsam mit NGOs an einem "Best practice Katalog" FGM. Damit sollen Anhand von Beispielen ein konkreter Maßnahmenkatalog zur Umsetzung des "Nationalen Aktionsplans gegen FGM" erreicht werden.

"Afrika ist in vielen Bereichen fortschrittlich im Kampf gegen FGM, wohingegen in manchen asiatischen Ländern vermutlich bis zu 90 Prozent der weiblichen Bevölkerung verstümmelt leben. Dort herrscht noch immer Tabuisierung und deshalb sind kaum Daten und Fakten bekannt, was die Aufklärung entsprechend erschwert. Hier gilt es, in den kommenden Jahren die Arbeit asiatischer Frauenorganisationen zu unterstützen!"

Mehr Informationen zum Thema sowie die Möglichkeit, eine Unterstützungserklärung abzugeben, gibt es im Internet unter:
www.stopFGM.net (Schluss) up/mp

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