Korun fordert bundesweite Kampagne gegen Zwangsheirat

Wohngemeinschaft für Betroffene der Zwangsheirat seit Jahren ausständig

Wien (OTS) - "Es ist sehr erfreulich, dass durch mehr Information
an Schulen mehr potenzielle Betroffene von Zwangsverheiratung erreicht werden konnten. Eine bundesweite Infokampagne sowohl an Schulen für SchülerInnen als auch in Kooperation mit MigrantInnenvereinen zur Bewusstseinsbildung bei den Eltern ist aber notwendig. Integrationsstaatssekretär Kurz muss in Kooperation mit Frauen- und Bildungsministerin diese Kampagne starten", fordert die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun.

Die betroffenen jungen Frauen brauchen auch Zufluchtsmöglichkeiten. Die betreute Wohngemeinschaft für Betroffene von Zwangsheirat, die im Regierungsprogramm vorgesehen war, wurde bis heute nicht realisiert. "Neo-Innenministerin Mikl-Leitner ist aufgefordert, das Versäumnis ihrer Vorgängerin zu korrigieren und die lang beschlossene Wohngemeinschaft für Betroffene gemeinsam mit der Frauenministerin endlich umsetzen. Sonst bleibt die ganze Kritik an der Unterdrückung von Migrantinnen nur ein billiges Manöver, um auf dem Rücken dieser Frauen Politik zu machen und sie, wenn es darauf ankommt, im Stich zu lassen", meint Korun.

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