ÖAMTC Fahrtechnik: Mehrphasenführerschein bringt spürbaren Rückgang der Unfallzahlen (Teil 1)

Zwischen 2002 und 2010 ging die Anzahl der tödlichen Unfälle bei jungen Lenkern um 40 Prozent zurück

Wien (OTS) - Aktuell wird in Deutschland angesichts der
dramatischen Unfallbilanz bei jungen Lenkern über eine Verbesserung der Fahrausbildung diskutiert. Das Risiko, im Straßenverkehr verletzt oder getötet zu werden, ist für Neo-Führerscheinbesitzer auch in Österreich sehr groß, aber rückläufig, wie die Zahlen der Statistik Austria belegen: Rund 31 Prozent der Verunglückten sind 15 bis 24 Jahre alt. Erste Erfolge im Kampf für mehr Sicherheit im Straßenverkehr brachte die Einführung der Mehrphasenausbildung am 1. Jänner 2003. "Noch im Jahr 2002 verunglückten auf Österreichs Straßen 215 junge Lenker tödlich. Seit es den Mehrphasenführerschein gibt, ist diese Zahl stetig gesunken. Tatsächlich zeigt die Evaluierung der Mehrphasenausbildung, dass die Anzahl der tödlichen Unfälle im ersten Führerscheinjahr um mehr als ein Drittel zurückgegangen ist", zeigt sich Franz Schönbauer, Geschäftsleiter der ÖAMTC Fahrtechnik, erfreut. Der Experte ist sich aber auch bewusst, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht: "Leider kam 2010 österreichweit für 129 junge Lenker jede Hilfe zu spät, rund 14.000 wurden verletzt." Die Zahlen im Detail: Niederösterreich: 38 Tote / 2.668 Verletzte, Oberösterreich 32 / 3.046, Steiermark 19 / 2.570, Salzburg 14 / 1.141, Tirol 8 / 1.440, Vorarlberg 8 / 685, Kärnten 6 / 1.112, Wien 2 / 1.067, Burgenland 2 / 340.

Mehrphasentraining als Vorbereitung auf die Gefahren der Straße

Seit der Mehrphasenführerschein eingeführt wurde, müssen nach bestandener Führerscheinprüfung innerhalb des ersten Jahres eine Perfektionsfahrt, ein Fahrsicherheitstraining und abschließend eine weitere Perfektionsfahrt absolviert werden. "In den neun ÖAMTC Fahrtechnik Zentren haben österreichweit seit Einführung des Mehrphasenführerscheins rund 360.000 Fahranfänger ihr Training nach dem Motto 'Lernen durch Erleben' absolviert", erklärt Schönbauer. Im Schnitt nehmen mehr als 45.000 Lenker pro Jahr am Training teil.

Das größte Problem für Fahranfänger ist, dass sie ihr Fahrverhalten nicht der jeweiligen Situation anpassen. Um dem vorzubeugen und die Führerscheinneulinge für die Gefahren des Straßenverkehrs zu sensibilisieren, ist das Fahrtechnik Training im Rahmen der Mehrphasenausbildung ein probates Mittel. In der gesicherten Umgebung des Fahrtechnik Zentrums erleben die Teilnehmer unter der Anleitung erfahrener Instruktoren der ÖAMTC Fahrtechnik Situationen, die im realen Straßenverkehr häufig zu Unfällen führen würden. Trotz dieser grundsätzlich ernsten Thematik kommt auch der Fahrspaß nicht zu kurz. "Es ist uns wichtig, Neo-Führerscheinbesitzern das sichere Autofahren auf spannende Art und Weise zu vermitteln", erläutert der Geschäftsleiter der ÖAMTC Fahrtechnik. Ein Konzept, das aufgeht, wie die Teilnehmerzahlen belegen.

Informationen zu den Fahrtechniktrainings sowie Buchungsmöglichkeiten findet man unter www.oeamtc.at/fahrtechnik.

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