Investition in Kinderbetreuung rechnet sich für den Staat

ÖGB-Oberhauser: Kindergärten sollen Deutsch und die jeweilige Muttersprache vermitteln

Wien (OTS/ÖGB) - Unterstützung für Staatssekretär Sebastian Kurz' Forderung nach einem zweiten verpflichtenden und kostenlosen Kindergartenjahr kommt von ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser:
"Allerdings müsste man überlegen, ob das nicht für alle gelten sollte, um eine Stigmatisierung der Kinder mit Migrationshintergrund zu vermeiden, nach dem Motto: Die Gscheiten haben schon zuhause Deutsch gelernt, die andern müssen ein zweites Jahr in den Kindergarten."

Der ÖGB fordert, dass sich die Kindergärten nicht nur der Vermittlung der deutschen Sprache widmen, sondern auch der jeweiligen Muttersprache der Kinder. "Wer die eigene Sprache beherrscht, hat auch deutlich bessere Voraussetzungen für das Erlernen der deutschen Sprache. Förderung beim Erwerb der deutschen Sprache sowie der Muttersprache ist daher ab dem Kindergarten notwendig", so Oberhauser.

Die Verlängerung des Gratiskindergartens für Fünfjährige, die heute vom Ministerrat beschlossen wurde, sei jedenfalls die richtige Entscheidung. Investitionen in soziale Dienstleistungen wie Kinderbetreuungsplätze und Pflegeangebote würde sich langfristig auch für den Staat rechnen. Das hat eine Studie der Donau-Uni Krems im Auftrag von ÖGB und AK ergeben. "Verkürzt gesagt, lautet die Rechnung: Durch Kinderbetreuungsplätze werden Frauen entlastet und können ihre Qualifikationen am Arbeitsmarkt einsetzen. Dadurch steigen die Steuereinnahmen - der Sozialstaat rechnet sich also", sagt Oberhauser. Verglichen mit anderen europäischen Ländern sind in Österreich nur sehr wenige Frauen berufstätig.

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