Prostitutionsgesetz: Zusätzliche Verordnung schützt SexarbeiterInnen

Definition des Wohngebietes wird präzisiert

Wien (OTS) - Viele positive Rückmeldungen von unterschiedlichster Seite erhielten Stadträtin Sandra Frauenberger und die grüne Sozialsprecherin Birgit Hebein auf ihre vor zwei Wochen vorgestellten Pläne für ein neues Wiener Prostitutionsgesetz. Das Gesetz soll wie geplant im Wiener Landtag am 30. Juni beschlossen werden. Um für größtmögliche Klarheit und Eindeutigkeit zu sorgen, wollen SPÖ und Grüne den Begriff "Wohngebiet" noch exakter präzisieren. Dafür wird es einen eigenen Abänderungsantrag geben. Zusätzlich haben sich SPÖ und Grüne auf eine ergänzende Verordnung zum Schutz jener Prostituierten, die in Prostitutionslokalen arbeiten, geeinigt. ****

Diese Verordnung wird parallel zum Inkrafttreten des Gesetzes erlassen und hat vor allem einen verstärkten ArbeitnehmerInnenschutz zum Ziel. Hygiene und Sicherheit müssen in den Betrieben gewährleistet sein. Ab einer bestimmten Größe des Bordells werden auch Aufenthaltsgelegenheiten, Kochgelegenheiten und Spinde zur Vorschrift.

Frauenberger und Hebein zeigen sich zuversichtlich, dass das neue Prostitutionsgesetz sowohl für AnrainerInnen als auch für Prostituierte deutliche Verbesserungen bringen wird. Um die Auswirkungen des Gesetzes genau zu beobachten, wird eine Steuerungsgruppe, bestehend aus VertreterInnen von Polizei, NGOs, Magistrat und politisch Verantwortlichen, eingerichtet. Sie wird anfänglich jedes Monat, später zweimal jährlich zusammentreten. "Wir arbeiten bereits daran, sichere Erlaubsniszonen für SexarbeiterInnen zu definieren", so Hebein.

(Schluss) lac

Rückfragen & Kontakt:

Büro Stadträtin Sandra Frauenberger
Mediensprecherin Mag.a Marianne Lackner
Tel.: +43 1 4000 81853
marianne.lackner@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0023