Amon: Fördern und Fordern im Mittelpunkt der Bildungspolitik

Modulsystem bereitet besser auf die Uni vor und reduziert Klassenwiederholungen – Integrationspaket verbessert Situation der Schüler

Wien, 14. Juni 2011 (ÖVP-PK) "Mit den heutigen Maßnahmen setzen wir einen weiteren wesentlichen Schritt in der Schulreform", so ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon, zum heuten präsentierten Verhandlungsergebnis zur Oberstufe NEU. "Ziel moderner Bildungspolitik muss es sein, Jugendliche danach zu beurteilen, was sie können. Bisher haben wir zu sehr darauf geschaut, was sie nicht können. Daher steht der Grundsatz 'Fördern und Fordern' gleichermaßen im Mittelpunkt unserer Initiative." Künftig wird in der Oberstufe ein Modulsystem etabliert, mit dem eine bessere Vorbereitung auf eine universitäre Ausbildung gewährleistet wird sowie das Wiederholen ganzer Schulstufen zur "ultima ratio" wird. Bei einer Negativbeurteilung ist nur das entsprechende Modul nachzuholen, nicht der gesamte Semesterstoff, der künftig in mindestens zwei Module pro Unterrichtsgegenstand unterteilt wird. Kernbereiche der Oberstufe NEU werden eine stärkere Gliederung in Semester, die fakultative Inanspruchnahme eines Lernbegleiters
sowie ein Ausbau der individuellen Förderung sein.

Neu ist auch, dass besonders begabte oder engagierte Schüler Module vorziehen können. "Wir wollen 'High Potentials' und engagierte Schüler nicht nur fördern, sondern auch fordern. Damit wirkt das modulare System in der Oberstufe in beide Richtungen", so Amon. Ausgebaut wird auch die Dokumentation, ein Detailblatt soll Schülern und Eltern klare Auskunft über Stärken und Schwächen geben. "Es war uns immer ein besonderes Anliegen, das Modulsystem näher an das universitäre System anzupassen und den Schülern eine bessere Vorbereitung zu ermöglichen. Das haben wir jetzt sichergestellt", so der ÖVP-Bildungssprecher weiter. Durch das neue System wird auch die Schulautonomie entsprechend gestärkt. "Wir legen es in die Hand des Standortes, ob das neue System bereits ab der 9. Schulstufe oder ab der 10. Schulstufe umgesetzt wird",
betont der VP-Bildungssprecher.

Eine wichtige Regelung gibt es auch bei der Integration von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf in der neunten Schulstufe. Mit 1. September 2012 werden Schüler mit besonderen Bedürfnissen auch in den polytechnischen Schulen und einjährigen Haushaltsschulen integriert. "Nach der erfolgreichen Einführung der Teillehre ist die Vollintegration auf der neunten Schulstufe der logische Lückenschluss", so Amon und abschließend: "Dieses Maßnahmenpaket ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des österreichischen Schulsystems."

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