GPA-djp: 94 % der Beschäftigten in der Lugner City gegen Sonntagsarbeit

Sonntagsöffnung muss Ausnahme bleiben

Wien (OTS/ÖGB) - "Arbeitsfreie Sonn- und Feiertage sind wichtige gesellschaftliche Zeiträume für Erholung und Regeneration, gemeinsame Freizeitgestaltung, Familienleben sowie für die Ausübung sozialer und kultureller oder religiöser Aktivitäten. Natürlich ist es unser Ziel, den ArbeitnehmerInnen diese wichtigen Freizeitansprüche, die vor allem im Handel immer wieder hinterfragt werden, zu sichern. Umfragen bestätigen dieses Anliegen. Vor allem die Beschäftigten sprechen sich gegen die Öffnung der Geschäfte am Sonntag aus - das wurde heute einmal mehr eindrucksvoll bewiesen", präsentierte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian, das Ergebnis einer Umfrage in der Wiener Lugner City. Immerhin 215 der 229 angetroffenen Handelsangestellten haben sich heute Vormittag in einer geheimen Abstimmung gegen die Sonntagsöffnung ausgesprochen. Das entspricht einer Ablehnung von 94 Prozent. Lediglich 14 Beschäftigte, also sechs Prozent, wollen am Sonntag arbeiten.

Zur Sicherung dieser für die Erholung und Regeneration der Beschäftigten wertvollen Freiräume bilden sich auch immer mehr internationale Bündnisse, ergänzte der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA-djp, Franz Georg Brantner. "Wir unterstützen die europäische Allianz zum freien Sonntag seit Jahren. Es bilden sich aber immer mehr Initiativen über die Grenzen Österreichs hinaus." Der arbeitsfreie Sonntag sei in der vergangenen Woche ein dominierendes Thema beim europäischen Handelskongress in Madrid gewesen, am kommenden Montag werde in Brüssel der Grundstein für eine europaweite Allianz gegen das Öffnen der Geschäfte am Sonntag gelegt, so Brantner: "Auch wenn es natürlich immer wieder einzelne Befürworter des Einkaufens am Sonntag gibt, weil es manchen beispielsweise ganz gut in ihr momentanes Lebensmodell passt, wenn sich beispielsweise kinderlose junge Leute zum Studium etwas dazu verdienen wollen: "Man muss natürlich auch die Folgewirkungen einer generellen Sonntagsöffnung bedenken", so Brantner.

"Vernünftigen Lösungen für die Betroffenen, wie dem Öffnen der Geschäfte während der Fußball-Europameisterschaft oder den Möglichkeiten in Tourismusregionen haben wir uns noch nie verschlossen", fasste Katzian zusammen. "Aber unser Ziel bleibt aufrecht: "Wir setzen uns dafür ein, dass das Öffnen der Geschäfte an Sonntagen oder an Feiertagen eine Ausnahme bleibt und nicht zur Regel wird. Die Beschäftigten brauchen diese Tage zur Entschleunigung, dies deckt sich auch mit der heute gemachten Umfrage. Und natürlich erwarten sich die Leute zu recht, dass wir als Gewerkschaft uns für ihre Anliegen einsetzen."

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