Moser: Österreich-Ticket für Öffis muss sofort in Testphase gehen

Bures und Fekter müssen Koalitionsabkommen einhalten

Wien (OTS) - "Das Österreich-Ticket muss sofort in die Testphase gehen. Denn was in der Schweiz zum Öffi-Hit schlechthin wurde, soll auch in Österreich endlich angegangen werden", fordert die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser, angesichts der leeren Versprechungen im Regierungsprogramm.

Die Einnahmen der Verkehrsverbünde und Bundesländer speisen sich letztlich aus Bundesgeldern, also muss Ministerin Bures endlich über finanzielle Vorgaben die VertragsparnerInnen zur Kooperation bewegen. "Öffentliche Verkehrsmittel werden attraktiver, wenn es mehr Angebot gibt und ein Gesamtticket die Nutzung einfacher und bequemer macht. Nur so werden Menschen motiviert vom Auto auf Öffis umzusteigen", so Moser.

Moser fordert außerdem: "Statt bis zu 20 Milliarden mit Millionen Folgekosten (Wartung etc.) in Großbauprojekte zu stecken, muss in Angebotsausweitung und Ticket-Vereinfachung investiert werden.
Dies kostet nur zweistellige Millionenbeträge, vergünstigt die Mobilität für viele und macht sie vom Benzinpreis unabhängig!"

Als ersten Schritt fordert Moser die Ausweitung der Vorteils-Card auf alle Regionalbusse. "Ich sehe nicht ein, warum die Fahrt im Bus doppelt so teuer ist wie jene mit der Bahn mit VorteilsCard. Es ist doch größtenteils das selbe Unternehmen", so Moser.

Die Lärm-, Luft- und Staukosten des Autoverkehrs in Höhe von zehn Milliarden Euro trägt die Allgemeinheit Jahr für Jahr. Jährlich erhalten FirmenwagennutzerInnen Steuerprivilegien von fast einer halben Milliarde Euro, jährlich wird PendlerInnenbeihilfe vor allem zu Gunsten der gutverdienenden SpeckgürtelbewohnerInnen in der Höhe von mindestens 100 Mio Euro ausgeschüttet. Den Öffi-NutzerInnen, die Kyoto-Strafzahlungen vermeiden helfen, verweigert SP/VP das versprochene Österreich-Ticket, obwohl es Anfangs nur 50 Millionen Euro kosten würde! "Bures und Fekter verschwenden und sparen gleichzeitig am falschen Ort. Sie zwingen die Menschen damit in die teure Erdölabhängigkeit," so Mosers Analyse.

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