Häupl / Wehsely: 1,8 Milliarden Euro Bauinvestitionen bis 2015 im Gesundheits- und Pflegebereich auf Schiene

Wien (OTS) - "Mit dem Wiener Spitalskonzept 2030 und dem Wiener Geriatriekonzept hat die Stadt Wien eine vorausschauende, eine wirtschaftlich sinnvolle und eine den Bedürfnissen der PatientInnen und BewohnerInnen verpflichtete Schwerpunktsetzung vorgenommen. Mit einem gewaltigen Bauprogramm im Gesundheits- und Pflegebereich investieren wir rund 1,8 Milliarden Euro in die Versorgung der Wienerinnen und Wiener. Gleichzeitig stützen unsere Maßnahmen die Wiener Wirtschaft, sorgen für Nachfrage, für Jobs und ermöglichen damit letztlich auch privaten Konsum", erklärten Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am Dienstag im Rahmen des Pressegesprächs des Bürgermeisters. "Schritt für Schritt wird nachhaltig investiert: Um- und Neubauten von Spitälern und Pflegewohnhäusern gehen dabei Hand in Hand mit Modernisierungen bei Betriebsabläufen und Leistungsangeboten. Die acht Punkte des Wiener Spitalskonzeptes und die Grundprinzipien des Wiener Geriatriekonzeptes fügen sich zu einem gemeinsamen Ganzen, das kluge Kooperationen ermöglicht und Doppelgleisigkeiten sowie Reibungsverluste verringert", so Häupl und Wehsely.

"Der Investitionsbetrag in bauliche Maßnahmen für die Wiener Spitäler, für die Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser und für die Innovativen Wohn- und Pflegehäuser beläuft sich auf 1,8 Milliarden Euro bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode", so Wehsely, und erläutert die drei Investitionsbereiche detaillierter: "Für den Spitalsbereich werden im Wiener Krankenanstaltenverbund etwa 1,2 Milliarden Euro und für den Geriatriebereich über 400 Millionen Euro veranschlagt. Dazu kommen noch die Investitionen in die Innovativen Wohn- und Pflegehäuser unter der Errichtungshoheit des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser, nämlich über 180 Millionen Euro."

Die Investitionsprojekte im Einzelnen:

Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbundes

AKH Wien
Im AKH erfolgt neben vielen weiteren Modernisierungen aktuell ein Neubau des Kinder-Operationszentrums.
Gesamtkosten: rund 55,5 Millionen Euro
Geplante Fertigstellung: Ende 2011

Kaiser-Franz-Josef-Spital
Der Teilneubau 1, der so genannte Wirtschaftshof, am Areal des Kaiser-Franz-Josef-Spitals wird künftig sämtliche Ver- und Entsorgungsbereiche, das Abfallmanagement, das neue Sterilisations-Aufbereitungszentrum Süd sowie die Apothekenpartnerschaft Süd unter einem Dach vereinen. Der Spatenstich erfolgte im Mai 2010, die Dachgleiche wurde im April dieses Jahres gefeiert.
Gesamtkosten: rund 68 Millionen Euro
Geplante Fertigstellung: Februar 2012

Im Zuge der Standortverlegung des Gottfried von Preyer'schen Kinderspitals wird ebenfalls am Areal des Kaiser-Franz-Josef-Spitals der Teilneubau 2 in Form eines Mutter-Kind- und OP-Zentrums errichtet. In diesem Neubau, der ab dem heurigen Herbst entstehen wird, sind u.a. auch die Hals-Nasen-Ohren-Abteilung, die Urologische Abteilung, die Gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilung sowie die Erstversorgung und Aufnahmestation untergebracht.
Gesamtkosten: rund 140 Millionen Euro
Geplante Fertigstellung: 2014

Krankenhaus Nord
Das Krankenhaus Nord, eines der modernsten Spitäler Europas, entsteht in der Brünner Straße 68 im 21. Wiener Gemeindebezirk. Zurzeit befinden sich die Abbrucharbeiten der alten ÖBB-Gebäude in der Schlussphase. Die Sprengung des Schlotes war eine der letzten notwendigen Maßnahmen. Im Juli wird mit den Arbeiten zur Baugrubensicherung und Wasserhaltung begonnen.
Gesamtkosten: rund 825 Millionen Euro (Preisbasis 1. 1. 2009)/
300 Mio. Euro per kostengünstigem EIB-Kredit
Geplante Teilinbetriebnahme: 2015

Wilhelminenspital
Anfang Juni fand die Dachgleiche für die multifunktionale Palliativstation am Wilhelminenspital statt. Hier geht es um die Versorgung schwerstkranker Patientinnen und Patienten mit einer unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung.
Gesamtkosten: rund 9,2 Millionen Euro
Geplante Fertigstellung: Mai 2012

Krankenanstalt Rudolfstiftung
Die KAR Rudolfstiftung errichtet einen Südzubau mit 18 Obergeschoßen. Damit wird einerseits den erhöhten Sicherheitsanforderungen Rechnung getragen, andererseits wird Raum geschaffen, der letztlich den Patientinnen und Patienten zugute kommt. Der Spatenstich erfolgte am 8. Juni 2011.
Geplante Inbetriebnahme: 2013
Gesamtkosten: rund 26,7 Millionen Euro

Um das medizinische Angebot zu vergrößern, wird genau gegenüber der Rudolfstiftung - am Grundstück der ehemaligen Krankenpflegeschule in der Juchgasse 22 - ein Neubau als Niedrigenergiehaus entstehen. Darin werden Ambulanzen, Verwaltungsbüros und Technikräume untergebracht. Zudem wird aus dem Otto-Wagner-Spital die 5. Psychiatrische Abteilung hierher übersiedelt, die schon bisher die PatientInnen aus dem 3. und 11. Bezirk betreute.
Geplante Inbetriebnahme: August 2014
Gesamtkosten: rund 56,8 Millionen Euro

Pflegewohnhäuser des Wiener Krankenanstaltenverbundes

Anfang 2007 präsentierte Gesundheits- und Sozialstadträtin Wehsely das Wiener Geriatriekonzept. Vier Jahre später sind die ersten beiden neuen Pflegewohnhäuser - Leopoldstadt und Meidling - bereits in Betrieb. Die folgenden Häuser entstehen laufend, nicht zuletzt mit Mitteln der Wiener Wohnbauförderung.

Pflegewohnhaus Innerfavoriten
Das Pflegewohnhaus Innerfavoriten wird am Standort Hellerfabrik (Bernhartsthalgasse 32) neu errichtet. Es wird neben dem Wohnpark Hellerfabrik 265 BewohnerInnen Pflege und Betreuung bieten.
Geplante Fertigstellung: 2011
Gesamtkosten: 64,8 Millionen Euro

Pflegewohnhaus Simmering
Das Pflegewohnhaus Simmering (Dittmanngasse 5) wird neu errichtet und künftig 348 BewohnerInnen beherbergen. Zusätzlich wird auch ein Tageszentrum errichtet.
Geplante Fertigstellung: 2012
Gesamtkosten: 75,4 Millionen Euro

Pflegewohnhaus Liesing
Das Pflegewohnhaus Liesing wird für 322 BewohnerInnen neu gebaut. Ein Tageszentrum wird angeschlossen.
Geplante Fertigstellung: Jahresende 2011/ Eröffnung Frühling 2012 Gesamtkosten: 71,9 Millionen Euro

Pflegewohnhaus Baumgarten
Am Standort des Geriatriezentrums Baumgarten wird in ein neues Pflegewohnhaus investiert. Es handelt sich um einen Neubau für 314 BewohnerInnen, dazu kommt ein Tageszentrum. Die Baubewilligung ist erteilt und der Architekturwettbewerb abgeschlossen. Der Baubeginn erfolgte im April 2011.
Geplante Fertigstellung: 2013
Gesamtkosten: 82,4 Millionen Euro

Geriatriezentrum Donaustadt
Neben den Neubauten wird auch eine Generalsanierung des Geriatriezentrums Donaustadt durchgeführt. Außerdem wird hier in einem Neubau ein Zentrum für 90 Langzeitbeatmete und WachkomapatientInnen errichtet. Auch hier wurde der Architekturwettbewerb bereits abgeschlossen. 2012 starten die Bauarbeiten. Danach werden 328 BewohnerInnen einziehen.
Geplante Fertigstellung: 2014
Gesamtkosten: 112,1 Millionen Euro

Im Zuge des Wiener Spitalskonzepts 2030 entsteht am Standort des Kaiserin-Elisabeth-Spitals bis 2015/16 das moderne Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus. Es wird die Pflege aus dem Geriatriezentrum im SMZ Sophienspital weiterführen.

Innovative Wohn- und Pflegehäuser des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser

Der Bedarf der Wiener SeniorInnen ändert sich: Die Menschen wollen auch im hohen Alter möglichst selbstbestimmt leben und trotzdem sicher sein, dass im Bedarfsfall Pflege und Betreuung zur Verfügung stehen. Diesem Wunsch wird mit der Errichtung der Innovativen Wohn-und Pflegehäuser entsprochen. Unter der Bauherrnschaft des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser werden Innovative Wohn-und Pflegehäuser (IWP) in Döbling, Ottakring und Hietzing errichtet. Die Betriebsführung wird gemeinsam mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund erfolgen. So werden Kompetenzen gebündelt und das medizinische und therapeutische Angebot mit einer optimalen Betreuung im eigenen Appartement verbunden. Die Grundidee ist, dass die Wohnappartements bei Bedarf ohne Übersiedlung der BewohnerInnen in Pflegeappartements umgewandelt werden können. Ein flexibles Raum-, Ausstattungs- und Betreuungskonzept ermöglicht dies.

IWP Döbling
Mit dem Bau des ersten Innovativen Wohn- und Pflegehauses wurde in Döbling (Grinzinger Allee) begonnen. Es wird derzeit errichtet und wird 252 BewohnerInnen ein neues Zuhause bieten. Nach Fertigstellung wird es das bereits 1970 errichtete Haus in der Pfarrwiesengasse 23 ersetzen.
Geplante Fertigstellung: 2012
Gesamt-Herstellungskosten: 56,1 Millionen Euro

IWP Rosenberg / Hietzing
Der Spatenstich für den Um- und Zubau eines weiteren IWP fand 2010 statt. Das IWP Rosenberg in Hietzing wird durch den Umbau für die BewohnerInnen aufgewertet.
Geplante Fertigstellung: 2013
Gesamt-Herstellungskosten: 36,2 Millionen Euro

IWP Liebhartstal & IWP Liebhartstal 2 Ottakring
In Ottakring werden zwei Innovative Wohn- und Pflegehäuser entstehen. Das bestehende Haus Liebhartstal 2 wird bestandssaniert und durch einen Neubau, der rund 70 Prozent des gesamten Gebäudes ausmacht, erweitert. Der Baubeginn ist für Herbst 2011, das Bauende für 2013 geplant. Im Anschluss daran wird dann mit dem Neubau des IWP Liebhartstal, das sich in räumlicher Nähe des Hauses Liebhartstal 2 befindet, begonnen. Dieses IWP wird voraussichtlich 2015 bezugsfertig sein.
Gesamt-Herstellungskosten beider Häuser: 90,8 Millionen Euro

o Pressebilder: www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=10527 www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=10530 www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=10533 www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=10536

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